Pallade Veneta - Faeser hält an Grenzkontrollen fest - Protest aus Luxemburg

Faeser hält an Grenzkontrollen fest - Protest aus Luxemburg


Faeser hält an Grenzkontrollen fest - Protest aus Luxemburg
Faeser hält an Grenzkontrollen fest - Protest aus Luxemburg / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Ungeachtet der Proteste europäischer Nachbarländer hält Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) an den Binnengrenzkontrollen fest. Deutschland werde die Kontrollen noch in diesem Monat verlängern, sagte Faeser am Donnerstag am Rande eines Treffens mit ihren EU-Kollegen in Brüssel. Luxemburg kündigte Einspruch bei der EU-Kommission an. "Sollte Deutschland diese Kontrollen verlängern, werden wir der Kommission mitteilen, dass wir damit nicht einverstanden sind", sagte der luxemburgische Innenminister Léon Gloden.

Textgröße ändern:

Gloden begründete dies mit den vielen Berufspendlern, die bei der Einreise Verzögerungen in Kauf nehmen müssten. Jeden Tag kämen über 225.000 Pendler zur Arbeit nach Luxemburg, darunter alleine 55.000 aus Deutschland. Auch Polen hatte wiederholt scharf gegen die deutschen Kontrollen protestiert.

Faeser betonte dagegen in Brüssel, erst wenn die Migrationszahlen "massiv" heruntergingen und die Regelungen des gemeinsamen europäischen Asylpaktes ab Sommer 2026 in Kraft seien, könne Deutschland über eine Öffnung der Grenzen reden.

Der neue EU-Innenkommissar Magnus Brunner sagte, seine Behörde werde sich die Lage genau anschauen. "Wenn der Schengen-Grenzkodex eingehalten wird, spricht natürlich nichts dagegen", betonte er mit Blick auf Deutschland. Laut dem Schengen-Kodex sind Binnengrenzkontrollen vorübergehend und "als letztes Mittel" im Fall "außergewöhnlicher Umstände" erlaubt.

Die Bundesregierung muss die EU-Kommission alle sechs Monate über die Verlängerung der Kontrollen informieren. Mitte Dezember steht der Schritt zunächst für die Kontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz an. Im März müssen dann auch diejenigen zu Luxemburg und anderen Nachbarländern verlängert werden.

Seit diesem September wird an allen deutschen Landgrenzen kontrolliert. Faeser hatte dies nach dem Messeranschlag von Solingen mit den "Gefahren durch den islamistischen Terrorismus" und "Vorfälle von Messer- und Gewaltkriminalität durch Geflüchtete" begründet.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Steinmeier-Nachfolge: Özdemir spricht sich für eine Frau aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen."

US-Kriegsschiffe der neuen "Trump"-Klasse könnten 275 Milliarden Dollar kosten

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten und nach ihm benannten neuen Kriegsschiffe für die Armee könnten 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO am Mittwoch mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät. Die Schiffe der "Trump"-Klasse wären somit die teuersten US-Kriegsschiffe aller Zeiten.

Dobrindt: Drohnen-Vorfall in Leipzig ist "neue Gefahrenqualität"

Der Fund einer Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung am Leipziger Flughafen stellt nach den Worten von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) "eine neue Gefahrenqualität" dar. Es sei seine Einschätzung, "dass wir es hier mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun haben", sagte Dobrindt am Mittwochabend am Flughafen Leipzig/Halle. Dass eine Drohne "bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario".

Netanjahu stellt sich gegen US-Plan zum Gazastreifen - Armeechef: Gehen "proaktiv" vor

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich gegen den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Entwaffnung der islamistischen Hamas im Gazastreifen gestellt. "Wir haben nicht zugestimmt, es ist nicht unser Entwurf", sagte Netanjahu in einem in der Nacht zu Mittwoch veröffentlichten Online-Video. Israels Armeechef Ejal Samir bekräftigte, dass die Streitkräfte des Landes weiterhin "proaktiv" im Gazastreifen vorgehen würden. Die Verantwortlichen für den Hamas-Großangriff vom 7. Oktober 2023 würden "weiter aufgespürt".

Textgröße ändern: