Pallade Veneta - Moldaus früherer Präsident unter Korruptionsverdacht festgenommen

Moldaus früherer Präsident unter Korruptionsverdacht festgenommen


Moldaus früherer Präsident unter Korruptionsverdacht festgenommen
Moldaus früherer Präsident unter Korruptionsverdacht festgenommen / Foto: Daniel MIHAILESCU - AFP/Archiv

In der Republik Moldau ist der frühere pro-russische Präsident Igor Dodon am Dienstag unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Die Inhaftierung sei zunächst für 72 Stunden verfügt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dodon befinde sich einstweilen im Anti-Korruptions-Zentrum.

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Nach den Angaben der Sprecherin gab es Durchsuchungen an zwölf verschiedenen Orten, darunter Dodons Haus in der Hauptstadt Chisinau. Die Vorwürfe lauten auf Hochverrat, Entgegennahme von Finanzmitteln einer kriminellen Organisation, illegale Bereicherung und "passive Korruption".

Die Ermittler verdächtigen Dodon, 2019 von einem politischen Alliierten und mächtigen Oligarchen, Wladimir Plahotniuc, Geld angenommen zu haben. Plahotniuc war 2020 unter Bestechungsvorwürfen aus Moldau geflohen, sein Einreisegesuch wurde von den USA aber abgelehnt.

Dodon stand von 2016 bis 2020 an der Spitze des südosteuropäischen Landes. Er wurde von Moskau offen unterstützt. In Moldau gibt es eine rumänischsprachige Mehrheit und eine russischsprachige Minderheit. Die Macht in dem Land wechselte wiederholt zwischen Kräften, die sich an den Westen oder an Moskau anlehnen wollten.

Nachdem Dodons Verwicklung in Korruptionsskandale bekannt wurde, verlor er die Präsidentschaft an Maia Sandu. Ihre pro-europäische Partei gewann die Parlamentswahl 2021.

Nach dem Beginn des russischem Einmarschs im Nachbarland hat sich die Regierung in Chisinau eindeutig an die Seite der Ukraine gestellt. Moldau nahm Flüchtlinge auf, bewarb sich um eine Mitgliedschaft in der EU und erhielt eine Zusage für nachhaltige militärische Hilfe von Europa.

Russland hat die Regierung Moldau scharf kritisiert. Es besteht die Befürchtung, dass das Land zum nächsten militärischen Ziel Moskaus werden könnte.

H.Lagomarsino--PV

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