Pallade Veneta - Trump droht republikanischer Widersacherin Cheney mit dem FBI

Trump droht republikanischer Widersacherin Cheney mit dem FBI


Trump droht republikanischer Widersacherin Cheney mit dem FBI
Trump droht republikanischer Widersacherin Cheney mit dem FBI / Foto: Elijah Nouvelage, Brendan SMIALOWSKI - AFP/Archiv

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat seiner republikanischen Widersacherin Liz Cheney mit "Schwierigkeiten" wegen ihrer Rolle bei der Untersuchung zur Erstürmung des Kapitols gedroht. Cheney habe "wahrscheinlich gegen zahlreiche Bundesgesetze verstoßen", die von der US-Bundespolizei FBI untersucht werden sollten, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. "Liz Cheney könnte eine Menge Schwierigkeiten bekommen."

Textgröße ändern:

Der Rechtspopulist, dem bei der US-Präsidentschaftswahl am 5. November das Comeback gelang, hat geschworen, sich an politischen Gegnern zu rächen; er wirft ihnen ohne Nennung von Gründen vor, die US-Justiz als Waffe gegen ihn missbraucht zu haben.

Cheney war stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, der die Vorgänge vom 6. Januar 2021 untersucht hatte. Von Trump nach der Wahl 2020 durch falsche Betrugsvorwürfe angestachelte Anhänger hatten damals das Kongressgebäude gestürmt, um die Beglaubigung des Wahlsiegs von Joe Biden zu verhindern.

Der Ausschuss kam zu dem Ergebnis, dass Trump einen "ausgeklügelten" Plan koordiniert habe, "um die Präsidentschaftswahlen zu kippen und die Übertragung der präsidialen Macht zu verhindern". Der Rechtspopulist wurde später von der US-Bundesjustiz wegen Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten angeklagt, doch wurde das Verfahren wegen seiner nun beginnenden zweiten Präsidentschaft vorerst eingestellt.

Ein von Trump-Anhängern geführter Unterausschuss hatte Cheney am Dienstag wegen ihrer Rolle bei der Untersuchung zum 6. Januar Zeugenbeeinflussung vorgeworfen, was die von Trump angedrohten FBI-Ermittlungen nach sich ziehen könnte. Cheney wies den Vorwurf als "böswilligen und feigen Angriff auf die Wahrheit" zurück, den kein "seriöser Anwalt, Gesetzgeber oder Richter" ernst nehmen würde.

Trump hat für die Leitung des FBI den loyalen Gefolgsmann Kash Patel nominiert, der seinerseits bereits die Verfolgung von Widersachern Trumps angekündigt hat. Cheney, Tochter des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, hatte sich nach dem Sturm auf das Kapitol gegen Trump gestellt und auch dessen Falschbehauptungen vom Wahlbetrug verworfen.

Die republikanische Politikerin verlor in der Folge ihr Abgeordnetenmandat. Im Wahlkampf hatte sie die Kandidatur der demokratischen Vizepräsidentin Kamala Harris gegen Trump unterstützt.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sieht nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch Klärungsbedarf bei der CDU. Dass Rausch mit deutlich mehr als den AfD-Stimmen gewählt wurde, "wirft sehr drängende Fragen auf", erklärte Klingbeil am Dienstag. "Nicht nur das BSW, sondern auch die CDU muss dringend erklären, wie es dazu kommen konnte."

Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste

Angesichts der seit Wochen andauernden Schülerproteste in Frankreich trifft der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend mit wichtigen Ministern zusammen. An dem Treffen sollen unter anderem Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray teilnehmen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.

Jemen: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Südwesten Saudi-Arabiens

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine ballistische Rakete der pro-iranischen Huthi-Miliz abgefangen. Die Rakete, die auf Chamis Muschait im Südwesten Saudi-Arabiens abgefeuert worden sei, sei "abgefangen und zerstört" worden, erklärte der Sprecher der Koalition, Turki al-Maliki, am Dienstag im Onlinedienst X. In der Stadt befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt.

Grüne: Regierung gelingt Berufung von Antisemitismusbeauftragtem nicht

Die Grünen kritisieren, dass das Amt des Antisemitismusbeauftragten weiter unbesetzt ist. "Zu jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit inszeniert sich die Bundesregierung als Vorkämpferin gegen Antisemitismus", sagte die Grünen-Innenpolitikerin Marlene Schönberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Doch die Worte passen nicht zu ihren Taten. Politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus wird geschwächt und es gelingt der Bundesregierung noch nicht einmal, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen.

Textgröße ändern: