Pallade Veneta - FPÖ-Politiker Kunasek zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt

FPÖ-Politiker Kunasek zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt


FPÖ-Politiker Kunasek zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt
FPÖ-Politiker Kunasek zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt / Foto: ERWIN SCHERIAU - APA/AFP

Mit Mario Kunasek ist am Mittwoch im österreichischen Bundesland Steiermark erstmals ein FPÖ-Politiker zum Landeshauptmann gewählt worden. Der Landtag wählte am Mittwoch die neue FPÖ-ÖVP-Landesregierung unter der Leitung des 48-jährigen ehemaligen Verteidigungsministers. Es ist das erste Mal, dass ein FPÖ-Politiker an der Spitze eines österreichischen Bundeslandes steht, seit Jörg Haider diese Rolle zweimal in Kärnten inne hatte.

Textgröße ändern:

Einem Sprecher zufolge plant die neue Landesregierung der Steiermark, Kopftücher und andere religiöse Kleidungsstücke in der Verwaltung zu verbieten.

Außerdem wolle die Landesregierung einen Fonds für die Entschädigung derjenigen einführen, die während der Corona-Pandemie zu Unrecht wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen mit Geldbußen belegt worden seien oder unter Folgen der Impfung litten, fügte der Sprecher hinzu.

Die FPÖ hatte sich bei der Landtagswahl im November 35 Prozent der Stimmen in dem südöstlichen Bundesstaat gesichert, was einen Anstieg von 17 Prozentpunkten gegenüber 2019 darstellte. Bislang wurde die Steiermark von ÖVP und SPÖ regiert.

Bei der Parlamentswahl Ende September war die FPÖ mit 28,85 Prozent der Stimmen erstmals stärkste Kraft im Parlament geworden. Die ÖVP erzielte 26,3 Prozent, gefolgt von der sozialdemokratischen SPÖ mit 21,1 Prozent, den liberalen Neos mit 9,1 Prozent und den Grünen mit 8,2 Prozent. Die FPÖ fand jedoch keinen Partner für eine Koalition. ÖVP, SPÖ und Neos führen derzeit Koalitionsverhandlungen.

Die FPÖ ist bereits an drei weiteren von Österreichs neun Landesregierungen mit beteiligt. Auch auf Bundesebene hatte sie mehrfach in Koalitionen mitregiert, jedoch nie den Kanzler gestellt.

Kunasek hatte im Wahlkampf auf eine einwanderungsfeindliche Rhetorik gesetzt und die Rechte von Autofahrern verteidigt. Von 2017 bis 2019 war er Verteidigungsminister.

O.Merendino--PV

Empfohlen

AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sieht nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch Klärungsbedarf bei der CDU. Dass Rausch mit deutlich mehr als den AfD-Stimmen gewählt wurde, "wirft sehr drängende Fragen auf", erklärte Klingbeil am Dienstag. "Nicht nur das BSW, sondern auch die CDU muss dringend erklären, wie es dazu kommen konnte."

Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste

Angesichts der seit Wochen andauernden Schülerproteste in Frankreich trifft der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend mit wichtigen Ministern zusammen. An dem Treffen sollen unter anderem Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray teilnehmen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.

Jemen: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Südwesten Saudi-Arabiens

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine ballistische Rakete der pro-iranischen Huthi-Miliz abgefangen. Die Rakete, die auf Chamis Muschait im Südwesten Saudi-Arabiens abgefeuert worden sei, sei "abgefangen und zerstört" worden, erklärte der Sprecher der Koalition, Turki al-Maliki, am Dienstag im Onlinedienst X. In der Stadt befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt.

Grüne: Regierung gelingt Berufung von Antisemitismusbeauftragtem nicht

Die Grünen kritisieren, dass das Amt des Antisemitismusbeauftragten weiter unbesetzt ist. "Zu jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit inszeniert sich die Bundesregierung als Vorkämpferin gegen Antisemitismus", sagte die Grünen-Innenpolitikerin Marlene Schönberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Doch die Worte passen nicht zu ihren Taten. Politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus wird geschwächt und es gelingt der Bundesregierung noch nicht einmal, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen.

Textgröße ändern: