Pallade Veneta - Neue Machthaber in Syrien empfangen Vertreter Jordaniens und Katars

Neue Machthaber in Syrien empfangen Vertreter Jordaniens und Katars


Neue Machthaber in Syrien empfangen Vertreter Jordaniens und Katars
Neue Machthaber in Syrien empfangen Vertreter Jordaniens und Katars / Foto: - - Jordanian Foreign Ministry/AFP

Gut zwei Wochen nach dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat der neue De-facto-Machthaber Ahmed al-Scharaa Vertreter Jordaniens, Katars und Saudi-Arabiens zu Gesprächen über die Zukunft des Landes empfangen. Das Rote Kreuz startete am Montag derweil einen dringenden Aufruf an internationale Geldgeber, beim Wiederaufbau zerstörter Häuser und Wohngebiete in Syrien zu helfen.

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Der jordanische Außenminister Ajman Safadi sicherte al-Scharaa bei einem Treffen in Damaskus Hilfe beim Wiederaufbau des Landes zu. Jordanien unterstütze eine Regierung, "die das gesamte Spektrum Syriens repräsentiert", sagte Safadi laut einem Bericht des jordanischen Staatsfernsehens. Die arabischen Staaten seien sich darüber einig, "Syrien ohne jede Einmischung von Außen" zu unterstützen.

Es war der erste Besuch eines hochrangigen jordanischen Regierungsvertreters seit dem Sturz Assads durch die islamistische HTS und mit ihr verbündete Milizen am 8. Dezember. Die neuen Machthaber bemühen sich seither, die Neuordnung der staatlichen Strukturen und den Wiederaufbau des durch den fast 14-jährigen Bürgerkrieg schwer gezeichneten Landes voranzutreiben.

Auch der katarische Außenstaatssekretär Mohammed bin Abdulasis al-Chulaifi führte am Montag Gespräche in Damaskus. Nach Angaben Katars war es der erste Besuch einer ranghohen katarischen Delegation in Damaskus nach 13-jähriger diplomatischer Eiszeit. Bei dem Treffen habe Katar seine Bereitschaft zu großen Investitionen in Syrien vor allem im Energiebereich betont, erklärte al-Scharaa im Anschluss.

Al-Chulaifi sagte, um Syrien und seine Bevölkerung in der politischen Übergangszeit zu unterstützen, müssten Sanktionen aufgehoben und Investitionsprojekte angestoßen werden.

Das Rote Kreuz startete am Montag einen Spendenaufruf für umgerechnet rund 140 Millionen Euro, um zurückkehrende syrische Flüchtlinge beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Wohngebiete zu unterstützen. "Ganze Städte und Dörfer sind in mehr als einem Jahrzehnt der Kämpfe dem Erdboden gleichgemacht worden", mahnte Rotkreuz-Regionaldirektor Hosamm Elsharkawi in Genf.

Der zunächst unter seinem Kampfnamen Mohammed al-Dscholani auftretende HTS-Chef al-Scharaa hatte bereits in den vergangenen Tagen hochrangige Vertreter aus Ländern des Nahen Ostens und sowie westliche Delegationen empfangen, darunter den türkischen Außenminister Hakan Fidan sowie Delegationen aus den USA, Deutschland und Frankreich.

Die iranische Regierung erklärte derweil, seit dem Sturz ihres langjährigen Verbündeten Assad habe es "keinen direkten Kontakt" mit den neuen Machthabern in Syrien gegeben. Außenministeriumssprecher Esmail Bakaei drückte Unterstützung für die Unabhängigkeit Syriens aus und betonte, das Land dürfe kein "Rückzugsgebiet für Terroristen" werden.

M.Jacobucci--PV

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