Pallade Veneta - US-Finanzministerium meldet von China unterstützten Cyberangriff auf seine Computer

US-Finanzministerium meldet von China unterstützten Cyberangriff auf seine Computer


US-Finanzministerium meldet von China unterstützten Cyberangriff auf seine Computer
US-Finanzministerium meldet von China unterstützten Cyberangriff auf seine Computer / Foto: Andrew CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Das US-Finanzministerium ist nach eigenen Angaben Ziel eines von China unterstützen Cyberangriffs geworden. Bei der Cyberattacke seien mehrere Arbeitsplätze des Finanzministeriums infiltriert worden, teilte das Ministerium in einer Erklärung an den US-Kongress mit, welche die Nachrichtenagentur AFP am Montag einsehen konnte. Die Angreifer hatten sich nach Angaben eines Ministeriumssprechers Anfang Dezember über einen externen Sicherheitsdienstleister Zugriff auf Computer des Finanzministeriums und einige Dokumente verschafft.

Textgröße ändern:

Die Dokumente hätten jedoch keiner Geheimhaltungsstufe unterlegen, hieß es weiter aus dem Finanzministerium. Demnach wurde die Behörde von ihrem Provider BeyondTrust über den Vorfall informiert. Dieser habe danach mit den Sicherheitsbehörden zusammengearbeitet, um das Ausmaß der Attacke einzuschätzen. Die von den Angreifern ins Visier genommenen Cybersicherheitsdienste seien offline genommen worden. Es handle sich dennoch um einen "schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall".

Es gebe "keinerlei Hinweise" darauf, dass der Angreifer weiter Zugriff auf IT-Systeme oder Informationen des Finanzministeriums gehabt habe, hieß es. Weitere Angaben dazu, welcher Bereich des Ressorts betroffen gewesen sei, machte das Finanzministerium zunächst nicht. Es kündigte jedoch weitere Angaben binnen der kommenden 30 Tage an.

Das Ministerium schildert in seinem Schreiben an den Bankenausschuss des US-Senats, der Vorfall sei einem vom chinesischen Staat unterstützten Akteur zuzuschreiben. Dieser Akteur sei für schwerwiegende Cyber-Angriffe der Kategorie APT (Advanced Persistent Threat, zu Deutsch "fortgeschrittene, andauernde Bedrohung") verantwortlich.

Im März hatten die USA, Großbritannien und Neuseeland China eine Reihe von Cyberangriffen auf staatliche Einrichtungen in den vergangenen Jahren vorgeworfen. Im Februar hatten die US-Behörden bekanntgegeben, einen von China unterstützten Cyberangriff auf wichtige Infrastruktur unter anderem im Kommunikationsbereich sowie in der Energie- und Wasserversorgung vereitelt zu haben.

Bereits im Mai 2023 hatten die USA und weitere westliche Verbündete Peking vorgeworfen, sich mithilfe der staatlich geförderten Hackergruppe "Volt Typhoon" in wichtige Infrastruktur in den Vereinigten Staaten einzuschleusen. China hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Wadephul: Klimawandel verschärft Krisen und Konlikte weltweit

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor den wachsenden Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheit gewarnt. Es sei zu beobachten, "wie sich die zunehmend extremen Wetterbedingungen weltweit auf viele Krisen und Konflikte auswirken und diese verschärfen", sagte Wadephul am Dienstag bei der Berlin Climate and Security Conference im Auswärtigen Amt.

Konstituierende Landtagssitzung in Sachsen-Anhalt begonnen

Mehr als vier Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist das neugewählte Parlament erstmals zusammengetreten. Alterspräsidentin Eva von Angern (Linke) eröffnete am Dienstag in Magdeburg die konstituierende Sitzung, in der ein neuer Landtagspräsident gewählt werden soll. Die AfD, welche die Landtagswahl mit großem Abstand gewonnen hatte, nominierte für das Amt ihren derzeitigen parlamentarischen Geschäftsführer Tobias Rausch. Das BSW kündigte an, einen AfD-Bewerber zu unterstützen.

Früherer BND-Chef Hanning unter Spionageverdacht festgenommen

Der frühere Chef des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist am Dienstag wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Der Generalbundesanwalt ermittelt unter anderem wegen des mutmaßlichen Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen und geheimdienstlicher Agententätigkeit, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Auch Hannings ehemaliger Büroleiter beim deutschen Auslandsgeheimdienst, Manfred D., wurde festgenommen.

Sachsen-Anhalt: AfD-Politiker Rausch schließt Neuwahl nicht aus

Die AfD in Sachsen-Anhalt schließt bei einem Scheitern der von der Partei angestrebten Regierungsbildung eine Neuwahl nicht aus. "Wenn wir im ersten Wahlgang keine Mehrheit haben, haben wir auch auf die Dauer der Periode keine Mehrheit - dann ist es vom Parlament nicht gewollt, dass wir regieren", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv.

Textgröße ändern: