Pallade Veneta - Polizeichef und Stellvertreter bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet

Polizeichef und Stellvertreter bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet


Polizeichef und Stellvertreter bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet
Polizeichef und Stellvertreter bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet / Foto: BASHAR TALEB - AFP

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind der Chef der dortigen Polizei und sein Stellvertreter getötet worden. Die nächtlichen Angriffe im Bezirk Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets hätten dem stellvertretenden Polizeichef Hussam Schahwan gegolten, teilte das israelische Militär am Donnerstag mit. Die von der radikalislamischen Hamas geführte Zivilschutzbehörde im Gazastreifen erklärte, Schahwan und Polizeichef Mahmud Salah seien unter den elf Menschen, die bei dem Angriff getötet worden seien.

Textgröße ändern:

Das israelische Militär erklärte, Schahwan sei "verantwortlich für die Entwicklung von nachrichtendienstlichen Analysen in Koordination mit (...) dem militärischen Flügel der Hamas" bei Angriffen auf israelische Streitkräfte im Gazastreifen. Zu Salahs Tod äußerte sich das Militär zunächst nicht.

Die Zivilschutzbehörde im Gazastreifen teilte mit, dass bei dem Angriff auf Zelte für Geflüchtete in der Gegend von Al-Mawasi westlich der Stadt Chan Junis 15 Menschen verletzt worden seien. Sprecher Mahmud Bassal bestätigte, dass die beiden hochrangigen Polizisten unter den Toten seien. Der Behörde zufolge wurden bei zwei weiteren israelischen Angriffen im Gazastreifen 14 Menschen getötet. Das Gesundheitsministerium des von der Hamas regierten Palästinensergebiets erklärte, in den vergangenen 24 Stunden seien 28 Menschen im Gazastreifen getötet worden.

Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas befinden sich seit nunmehr fast 15 Monaten im Krieg. Den Krieg hatten die Hamas und mit ihr verbündete militante Palästinensergruppen am 7. Oktober 2023 mit einem Großangriff auf Israel ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1208 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 96 der Geiseln sind demnach noch immer in der Gewalt der Hamas. 34 von ihnen wurden von Israel offiziell für tot erklärt.

Israel geht seit dem Hamas-Überfall massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bislang mehr als 45.580 Menschen getötet. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Möglicher neuer Zivildienst: ASB und DRK stellen konkrete Forderungen

Angesichts der Diskussion um einen möglichen neuen Zivildienst haben der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) konkrete Forderungen formuliert. "Ein Zivildienst müsste mindestens neun, besser zwölf Monate lang sein, damit die jungen Menschen auch die Chance haben, etwas zu lernen und eine Verbindung zu ihrer Aufgabe herzustellen", sagte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Wieder Explosionen in Kiew - Luftwaffe warnt vor ballistischen Raketen

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben erneut von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten in der Nacht zum Mittwoch von mehreren heftigen Explosionen. Kurz zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe erklärt, dass mehrere ballistische Raketen im Anflug seien.

Möglicher neuer Zivildienst: Arbeiter-Samariter-Bund stellt konkrete Forderungen

Angesichts der Diskussion um einen möglichen neuen Zivildienst hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) konkrete Forderungen formuliert. "Ein Zivildienst müsste mindestens neun, besser zwölf Monate lang sein, damit die jungen Menschen auch die Chance haben, etwas zu lernen und eine Verbindung zu ihrer Aufgabe herzustellen", sagte der Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Steinmeier-Nachfolge: Linke regt Staatsoberhaupt aus Zivilgesellschaft an

Ein halbes Jahr vor der Bundespräsidentenwahl hat sich die Linke für eine Kandidatin oder einen Kandidaten von außerhalb der Tagespolitik ausgesprochen. Die Partei behielt sich am Dienstag zudem nach den Worten von Parlaments-Geschäftsführerin Ina Latendorf ebenso einen eigenen Personalvorschlag vor wie die AfD. Die Grünen wollten sich noch nicht zu ihrem Vorgehen bei der Wahl des neuen Staatsoberhaupts festlegen. Die Zeit sei jedoch "reif für eine Frau".

Textgröße ändern: