Pallade Veneta - Biden empfängt venezolanischen Oppositionspolitiker González Urrutia im Weißen Haus

Biden empfängt venezolanischen Oppositionspolitiker González Urrutia im Weißen Haus


Biden empfängt venezolanischen Oppositionspolitiker González Urrutia im Weißen Haus
Biden empfängt venezolanischen Oppositionspolitiker González Urrutia im Weißen Haus / Foto: Mandel NGAN - AFP

Der scheidende US-Präsident Joe Biden hat dem venezolanischen Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia hinsichtlich dem von ihm beanspruchten Wahlsieg in Venezuela den Rücken gestärkt. Bei einem Treffen im Weißen Haus hätten Biden und González Urrutia "gemeinsame Anstrengungen zur Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela" erörtert, erklärte das Weiße Haus am Montag. Sie seien sich zudem einig, dass González Urrutias Wahlsieg "durch eine friedliche Machtübergabe gewürdigt werden sollte".

Textgröße ändern:

Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen statt. In der anschließend veröffentlichten Erklärung des Weißen Hauses bezeichnete Biden die Präsidentschaftswahlen in Venezuela vom 28. Juli als "zutiefst problematisch". Er sicherte demnach zu, "Maduro und seine Vertreter weiterhin für ihre antidemokratischen und repressiven Maßnahmen zur Rechenschaft zu ziehen".

Beide hätten sich zudem zutiefst besorgt darüber geäußert, dass "Maduro und seine Vertreter inakzeptabel und wahllos gegen friedliche Demonstranten, Demokratieaktivisten und die Zivilgesellschaft vorgehen". Biden wolle die für den 9. Januar geplanten Proteste in Venezuela aufmerksam verfolgen. In dem Gespräch mit González Urrutia habe er betont, "dass es den Venezolanern erlaubt sein sollte, ihre politische Meinung friedlich zu äußern, ohne Repressalien seitens des Militärs und der Polizei befürchten zu müssen".

González Urrutia wirft Venezuelas langjährigem, linksnationalistischen Machthaber Nicolás Maduro Wahlbetrug vor. Er war bei der venezolanischen Präsidentschaftswahl im Juli gegen Maduro angetreten. Maduro beanspruchte den Sieg danach für sich, obwohl nur wenige Staaten wie Russland dies anerkannten. Der langjährige Staatschef ignorierte die Wahlbetrugsvorwürfe der Opposition und ließ Proteste gegen seine erneute Amtszeit niederschlagen. Die USA hingegen erkennen ebenso wie die Europäische Union und viele andere Staaten den Sieg von Maduro nicht an.

Maduro will am Freitag erneut den Amtseid ablegen. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado rief für den Tag vor Maduros Amtseinführung zu Massenprotesten auf.

Im September floh González Urrutia außer Landes. Nachdem die venezolanische Justiz ihm Verschwörung und andere Vergehen zur Last legte, gewährte Spanien ihm Exil.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Weiterer Aktionstag erwartet

In Frankreich steht am Dienstag ein neuer Protesttag der Schülerinnen und Schüler an, der von zahlreichen Gewerkschaften unterstützt wird. Auch die linkspopulistische Partei La France Insoumise und die sozialistische Partei haben zur Solidarität mit den Protestierenden aufgerufen. Angesichts zahlreicher Gewalttaten ist die Sorge groß, dass es erneut zu Ausschreitungen kommt.

Sachsen-Anhalt: Neuer Landtag wählt in erster Sitzung Präsidenten

Mehr als vier Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt das neugewählte Parlament am Dienstag in Magdeburg (11.00 Uhr) zu seiner ersten Sitzung zusammen. In der konstituierenden Sitzung wird ein neuer Landtagspräsident gewählt. Als stärkste Fraktion hat die AfD dafür das Vorschlagsrecht. Sie nominierte für das Amt ihren derzeitigen parlamentarischen Geschäftsführer Tobias Rausch. Das BSW erklärte, einen AfD-Bewerber zu unterstützen.

Trump begrüßt "großen" Sieg von Bolsonaro-Sohn bei erster Wahlrunde in Brasilien

US-Präsident Donald Trump hat den "großen" Sieg des rechtsgerichteten Senators Flávio Bolsonaro in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien begrüßt. "Es ist ein großer Sieg. Knapp, aber ein sehr, sehr großer Sieg", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. "Unglaublich", fügte er hinzu.

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer stark angestiegen

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Im gesamten Jahr 2025 gab es demnach lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.

Textgröße ändern: