Pallade Veneta - USA werfen RSF-Miliz im Sudan "Völkermord" vor und verhängen weitere Sanktionen

USA werfen RSF-Miliz im Sudan "Völkermord" vor und verhängen weitere Sanktionen


USA werfen RSF-Miliz im Sudan "Völkermord" vor und verhängen weitere Sanktionen
USA werfen RSF-Miliz im Sudan "Völkermord" vor und verhängen weitere Sanktionen / Foto: ASHRAF SHAZLY - AFP/Archiv

Die USA haben der RSF-Miliz im Bürgerkriegsland Sudan "Völkermord" vorgeworfen und Sanktionen gegen den Anführer Mohammed Hamdan Daglo verhängt. Die US-Regierung verfüge über Informationen, die zeigten, dass die RSF Männer und Jungen in dem nordostafrikanischen Land "systematisch" ermorde und Frauen und Mädchen bestimmter ethnischer Gruppen gezielt vergewaltige, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Dienstag. "Die Vereinigten Staaten werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen", fügte er hinzu.

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Daglo habe sich an "erheblichen Menschenrechtsverletzungen" beteiligt und insbesondere Massenvergewaltigungen von Zivilisten durch seine Soldaten angeordnet, führte Blinken aus. Aufgrund der Rolle des Milizenführers bei der "systematischen" Verübung von "Grausamkeiten gegen das sudanesische Volk" werde Daglo persönlich mit Sanktionen belegt, sagte der US-Außenminister weiter. So dürften der RSF-Chef und dessen Familie nicht mehr in die USA einreisen.

Auch das US-Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen die RSF. Sieben Unternehmen und eine Person, die an Waffenlieferungen an die Miliz beteiligt gewesen sein sollen, seien betroffen, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Die RSF habe in den Regionen Darfur, Gesira und weiteren umkämpften Gebieten des Sudan eine ganze Reihe nachweisbarer "Kriegsverbrechen und Grausamkeiten" verübt, hieß es. Für diese "abscheulichen und illegalen" Taten seiner Truppen sei Daglo als Kommandeur verantwortlich.

Der stellvertretende US-Finanzminister Wally Adeyemo rief zu einem Ende des Konflikts auf, "der unschuldige Zivilistenleben gefährdet". Sein Ministerium behalte sich weitere Strafmaßnahmen vor. Die USA hatten bereits zuvor Sanktionen sowohl gegen die RSF-Miliz als auch gegen die reguläre Armee des Sudan verhängt.

In dem nordostafrikanischen Land liefern sich die Armee von Militärherrscher Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Daglo seit April 2023 einen blutigen Machtkampf. Zehntausende Menschen wurden nach UN-Angaben bei den Kämpfen getötet, mehr als elf Millionen Menschen sind auf der Flucht.

In Teilen des Landes herrscht offiziell eine Hungersnot. UN-Angaben zufolge sind im ganzen Sudan mehr als 30 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Demnach nutzen beide Konfliktparteien den Hunger als Kriegswaffe.

N.Tartaglione--PV

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