Pallade Veneta - CDU und Grüne in NRW schließen Sondierungsgespräche ab  

CDU und Grüne in NRW schließen Sondierungsgespräche ab  


CDU und Grüne in NRW schließen Sondierungsgespräche ab  
CDU und Grüne in NRW schließen Sondierungsgespräche ab   / Foto: Ina Fassbender - AFP/Archiv

Zwei Wochen nach der Landtagswahl haben CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen ihre Sondierungsgespräche abgeschlossen. Beide Seiten wollen nun die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen empfehlen, wie die Parteien unter Führung der Spitzenkandidaten Hendrik Wüst (CDU) und Mona Neubaur (Grüne) am Freitagabend in Düsseldorf mitteilten. Am Sonntag sollen die Parteigremien grünes Licht geben.

Textgröße ändern:

"Für die Zukunft von Nordrhein-Westfalen" lautet der Titel des Sondierungspapiers, das am Ende viertägiger Verhandlungen beschlossen wurde. Ziel sei "ein klimaneutrales Industrieland, ein modernes, soziales und sicheres Nordrhein-Westfalen", heißt es darin. "In der Versöhnung von vermeintlichen Gegensätzen liegt die Kraft für unsere Zukunft."

"Die CDU nimmt ihre Verantwortung aus dem Ergebnis der Landtagswahl wahr, eine stabile Regierung für unser Land zu bilden", erklärte Wüst nach dem Ende der Sondierungen. "Ein neues Bündnis ist eine Chance für Nordrhein-Westfalen. Ich danke den Grünen für konstruktive, ernsthafte und den Herausforderungen angemessene Beratungen."

"Nach rund einer Woche guter und intensiver Gespräche haben wir gemeinsam eine belastbare Grundlage erarbeiten können", sagte Neubaur. "Beide Parteien eint der ernsthafte Wille, in Zeiten multipler Krisen generationengerechte Lösungen für die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu finden." Neubaur nannte das Sondierungsergebnis am Samstag auf Twitter "eine sehr gute Basis für mögliche Koalitionsverhandlungen".

Mit Blick auf den Kohleausstieg wollen beide Seiten am Zieldatum 2030 festhalten. Der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien sei daher "von überragendem öffentlichem Interesse", heißt es in dem Sondierungspapier. Gleichzeitig sollten Regionen beim Strukturwandel gezielter unterstützt werden.

Im Bildungsbereich sieht das Sondierungsergebnis 10.000 zusätzliche Lehrkräfte vor. Nach dem verheerenden Hochwasser im vergangenen Jahr soll der Katastrophenschutz gestärkt werden. Der öffentliche Personennahverkehr soll ausgebaut werden. Als ersten Schritt soll es "vergünstigte Tarifangebote für Schülerinnen und Schüler, Azubis, Berufspendlerinnen und -pendler und Seniorinnen und Senioren" geben. Daneben sollen bis 2027 auch tausend Kilometer neue Radwege gebaut werden.

Bei den Grünen wird am Sonntagnachmittag ein Landesparteirat in Essen zusammenkommen, um über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu entscheiden. Der Landesvorstand der CDU tagt wenig später in Düsseldorf.

Die CDU von Ministerpräsident Wüst war bei der Wahl Mitte Mai auf 35,7 Prozent gekommen. Die Grünen wurden mit 18,2 Prozent drittstärkste Kraft. Rechnerisch möglich ist auch eine Ampelregierung aus SPD, FDP und Grünen. Eine große Koalition aus SPD und CDU galt unterdessen von Anfang an als unwahrscheinlich.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: