Pallade Veneta - Faeser fordert mehr Respekt für gut integrierte Migranten

Faeser fordert mehr Respekt für gut integrierte Migranten


Faeser fordert mehr Respekt für gut integrierte Migranten
Faeser fordert mehr Respekt für gut integrierte Migranten / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat mehr Respekt für gut integrierte Migranten eingefordert. "Fast 25 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund", sagte Faeser der "Rheinischen Post" vom Mittwoch anlässlich der Verabschiedung des aktuellen Migrationsberichts im Kabinett. Sie seien "bereits lange selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft und halten in vielen Bereichen unser Land am Laufen: in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in Betrieben und der Industrie."

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"Was diese Menschen leisten, verdient mehr Respekt", sagte Faeser. Sie kritisierte jüngste Debatten im Wahlkampf: "Wenn die Union darüber diskutiert, wie Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit wieder entzogen werden kann, dann führt das zu dem Gefühl, dass es Bürger erster und zweiter Klasse gibt." Dies sei "eine Diskussion auf dem Rücken von Menschen, die sich das Leben in Deutschland hart erarbeitet haben."

"Im weltweiten Wettbewerb um Fachkräfte brauchen wir genau das Gegenteil: gute Perspektiven und Sicherheit in Deutschland", betonte die SPD-Politikerin. "Arbeits- und Fachkräfte kommen nur, wenn sie voll und ganz dazugehören können, statt Ausgrenzung befürchten zu müssen."

"Dass die AfD unter dem Begriff 'Remigration' offenbar Menschen massenhaft ausweisen will, zeigt deshalb neben ihrer Menschenverachtung auch, wie sehr sie dem Standort Deutschland schaden und Arbeitsplätze kosten würde", fuhr die Bundesinnenministerin fort. Die Bundesregierung habe irreguläre Migration bereits "stark zurückgedrängt". Die Zahl der Asylanträge sei 2024 um 34 Prozent gesunken, die Abschiebungen um 20 Prozent erhöht worden.

"Die Union tut sich gerade keinen Gefallen damit, diese Fakten und die vielen getroffenen Maßnahmen in der öffentlichen Debatte zu ignorieren und einen populistischen Überbietungswettbewerb mit der AfD zu führen", sagte Faeser. "Denn davon profitiert nur die AfD."

Die "Rheinische Post berichtete aus dem Migrationsbericht, im Jahr 2023 seien insgesamt 1.932.509 Menschen nach Deutschland zugewandert und 1.269.545 aus Deutschland fortgezogen. Damit wurde eine Nettomigration von 662.964 Menschen registriert.

Im Vergleich zu 2022 hat sich demnach der Wanderungssaldo mehr als halbiert (minus 54,7 Prozent). Dies liegt dem Bericht zufolge vor allem an der geringeren Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine, aus der im Vorjahr in Folge des russischen Angriffskrieges noch mehr als 1,1 Millionen Zuzüge verzeichnet worden waren. 2023 kamen nur noch rund 276.000 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland, heißt es laut "Rheinischer Post" in dem Bericht.

O.Merendino--PV

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