Pallade Veneta - Hunderte von Anhängern des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen erweisen ihm letzte Ehre

Hunderte von Anhängern des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen erweisen ihm letzte Ehre


Hunderte von Anhängern des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen erweisen ihm letzte Ehre
Hunderte von Anhängern des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen erweisen ihm letzte Ehre / Foto: Bertrand GUAY - AFP

Anhänger und Familienmitglieder des französischen Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen haben dem Verstorbenen am Donnerstag in Paris die letzte Ehre erwiesen. Mehrere Hundert Menschen, unter ihnen seine Tochter Marine Le Pen und seine Enkelin Marion Maréchal, versammelten sich zu einem Trauergottesdienst in der Kirche Notre-Dame du Val de Grâce in Paris. Weitere Menschen verfolgten die Messe auf zwei Großbildschirmen auf dem Vorplatz. Le Pen, der vergangene Woche im Alter von 96 Jahren gestorben war, war als Gründer und langjähriger Chef der Partei Front National (heute Rassemblement National, RN) eine Symbolfigur der Rechtsextremen in Frankreich.

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Le Pen war am vergangenen Samstag in seinem Geburtsort La Trinité-sur-Mer in der Bretagne im Kreis der Familie beigesetzt worden. Seine Familie wollte jedoch auch eine öffentliche Abschiedsfeier für ihn. An dem Gottesdienst in Paris nahmen auch RN-Parteichef Jordan Bardella sowie der Gründer einer ultrarechten Konkurrenzpartei, Eric Zemmour, teil.

Jean-Marie Le Pen war mehrfach wegen Holocaust-Leugnung, Rassismus und Antisemitismus verurteilt worden. Seine Behauptung, die Gaskammern der Nazi-Zeit seien lediglich ein "Detail der Geschichte" gewesen, wiederholte er häufig öffentlich.

Fünfmal trat Jean-Marie Le Pen bei der Präsidentschaftswahl an. 2002 erregte er Aufsehen, als er überraschend gegen den Konservativen Jacques Chirac in die Stichwahl der Präsidentschaftswahl einzog - dann aber mit 18 Prozent deutlich unterlag.

Gegen seine Tochter Marine Le Pen soll im März das Urteil in einem gegen sie und weitere Parteivertreter laufenden Verfahren wegen mutmaßlicher Veruntreuung von EU-Mitteln verkündet werden. Neben einer Haftstrafe droht der 56-Jährigen der Entzug des passiven Wahlrechts. In diesem Fall könnte sie nicht wie geplant bei der nächsten Präsidentschaftswahl als Kandidatin für ihre rechtspopulistische Partei RN antreten.

A.Tucciarone--PV

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