Pallade Veneta - BGH bestätigt Geldstrafen für Lehrerinnen nach Tod von Schülerin bei Studienfahrt

BGH bestätigt Geldstrafen für Lehrerinnen nach Tod von Schülerin bei Studienfahrt


BGH bestätigt Geldstrafen für Lehrerinnen nach Tod von Schülerin bei Studienfahrt
BGH bestätigt Geldstrafen für Lehrerinnen nach Tod von Schülerin bei Studienfahrt / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Nach dem Tod einer diabeteskranken Schülerin während einer Studienfahrt sind die gegen zwei Lehrerinnen verhängten Geldstrafen rechtskräftig. Mit einem am Donnerstag bekanntgegebenen Beschluss bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Mönchengladbach wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen. (Az. 3 StR 292/24)

Textgröße ändern:

Die damals 13-jährige Emily P. hatte 2019 an einer Studienfahrt nach London teilgenommen. Die beiden Lehrerinnen hatten dies organisiert, ohne Erkrankungen der Teilnehmenden abzufragen oder sich hierüber in den Schulakten zu informieren. In London vernachlässigte P. offenbar ihre Insulinmessungen.

Sie musste mehrfach erbrechen und klagte über Kopfschmerzen und Übelkeit. Obwohl zwei Mitschülerinnen mehrfach auf ihren fortdauernd schlechten Gesundheitszustand hinwiesen, kümmerten sich die Lehrerinnen zunächst nicht darum. P. starb noch in London an einem Herzinfarkt in Folge einer schweren diabetischen Stoffwechselentgleisung.

Das Landgericht Mönchengladbach verurteilte die Lehrerinnen am 15. Februar 2024 wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zu Geldstrafen von 180 Tagessätzen. Für eine über 60-jährige Lehrerin waren dies 23.400 Euro, für ihre 34-jährige Kollegin 7200 Euro.

Dies bestätigte der BGH nun. Das Urteil lasse keine Rechtsfehler zum Nachteil der Lehrerinnen erkennen, erklärte er. Die vom Landgericht Mönchengladbach verhängten Geldstrafen sind damit rechtskräftig.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Nach Wahl: Parlament in Äthiopien bestätigt Ministerpräsident Abiy im Amt

Nach der Wahl im Juni hat das Parlament in Äthiopien Ministerpräsident Abiy Ahmed am Montag im Amt bestätigt. Ahmed war von seiner regierenden Wohlstands-Partei PP aufgestellt worden, er war der einzige Kandidat. Ahmed ist seit 2018 Ministerpräsident des ostafrikanischen Landes, seine PP hatte sich bei der Parlamentswahl am 1. Juni rund 90 Prozent der Sitze im Parlament in Addis Abeba gesichert.

Kiew gibt Nutzung von KI-Luftabwehrgeschützen bekannt

Die ukrainische Luftwaffe hat die Nutzung von mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitenden Luftabwehrgeschützen bekannt gegeben. Um auf russische Angriffe mit düsenbetriebenen Drohnen zu reagieren, würden nun "robotische Geschütze auf Brücken installiert", sagte der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Juri Ihnat, am Montag im nationalen Fernsehen. Es habe bereits Abschüsse gegeben, fügte er hinzu.

Frühere Trump-Sprecherin Leavitt arbeitet künftig bei Fox News

Die frühere Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, arbeitet künftig für den Sender Fox News. Die 29-Jährige werde dort ab dem 1. November als Kommentatorin tätig sein, teilte die Geschäftsführerin von Fox News Media, Suzanne Scott, am Montag mit. Sie solle in allen Programmen "authentische und pointierte Einblicke" liefern, erklärte Scott.

USA ziehen nach verdächtigem Vorfall B-1-Bomber von britischem Militärstützpunkt ab

Nach dem verdächtigen Vorfall am britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford vor einer Woche haben die USA alle ihre dort stationierten B-1-Bomber abgezogen. Die Verlegung der Flugzeuge sei nach neuen Hinweisen auf ein vom Iran unterstütztes Komplott erfolgt, berichtete die "New York Times" am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Demnach habe sich die Lage in den vergangenen 24 Stunden zugespitzt. London erklärte dagegen, der Stützpunkt sei sicher.

Textgröße ändern: