Pallade Veneta - Schwulenhymne zum Amtsantritt: "Y.M.C.A." für Donald Trump

Schwulenhymne zum Amtsantritt: "Y.M.C.A." für Donald Trump


Schwulenhymne zum Amtsantritt: "Y.M.C.A." für Donald Trump
Schwulenhymne zum Amtsantritt: "Y.M.C.A." für Donald Trump / Foto: Jim WATSON - AFP

Ausgerechnet die Schwulenhymne "Y.M.C.A." gehört zu den Songs, die seit Monaten immer wieder bei Wahlkampfauftrittenvon Donald Trump gespielt wurden - und ausgerechnet diesen Hit sollten die Village People auch am Montag bei einem Ball zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten spielen. Bereits am Montagabend wagte der 78-jährige Trump einige ungelenke Tanzschritte auf offener Bühne, während die Band bei einer Feier für seine Anhänger in Washington auftrat.

Textgröße ändern:

Dabei gilt der Song über den Verein Christlicher Junger Männer - englische Abkürzung Y.M.C.A. - seit Jahrzehnten klar als Hymne der Schwulenbewegung - wegen der stereotypischen Verkleidungen der Bandmitglieder als Leder-Kerl, Bauarbeiter, Cowboy und Polizist auch bis der Textzeilen: "Es macht Spaß, im Y.M.C.A. zu sein, da gibt es alles, was jungen Männern Spaß macht, du kannst mit all den Jungs abhängen."

Doch heutzutage betont der Bandleader und Texter des Songs, der bei Konzerten der Village People stets als Polizist verkleidete Victor Willis, er wolle jeden verklagen, der den Song als Schwulenhymne bezeichnet.

Die Auftritte der Band für Trump verteidigt Willis: Die Leute sollten dem Republikaner eine Chance geben und erstmal abwarten, was dieser als Präsident tue, schrieb er im Onlinedienst Facebook - "und wenn er Maßnahmen ergreift um die Rechte der LGBTQ zu beschneiden, werden die Village People zu den ersten gehören, die sich dazu äußern."

Bis dahin profitiert "Y.M.C.A." von der neuen Popularität, die Trumps Vorliebe dem Disco-Hit beschert: Fast ein halbes Jahrhundert nach seinem Erscheinen im Jahr 1978 klettert der Song in den Charts wieder nach oben und spült der Band Geld in die Kasse.

L.Barone--PV

Empfohlen

Strafbarkeit von Leugnung des Existenzrechts Israels: Hessen pocht auf Gesetz

Hessens Landesregierung hat einen neuen Anlauf genommen, um die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe zu stellen. Das Bundesland sieht sich dabei durch ein neues Rechtsgutachten bestätigt, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Das Gutachten habe die von der Bundesregierung vorgebrachten verfassungsrechtliche Bedenken "klar widerlegt", sagte der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) bei der Vorstellung.

Verfassungsschutz sieht "besorgniserregende Entwicklung" bei Rechtsextremismus

Der Verfassungsschutz hat die Gefahren des Rechtsextremismus für die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Landes betont. Es sei das "absolut falsche Zeichen, das Thema Rechtsextremismus und extremistische Strömungen aus dem Blick zu verlieren, weil wir auch hier eine extrem besorgniserregende Entwicklung beobachten", sagte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen am Montag in Berlin. Zuvor hatten die Dienste auf erhebliche Gefahren durch hybride Gefahren aus dem Ausland hingewiesen.

Schlagerlegende Mouskouri und weitere Persönlichkeiten mit Verdienstorden geehrt

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri und weitere Menschen sind von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Insgesamt 21 Persönlichkeiten erhielten die Ehrung am Montag in Berlin anlässlich des Tags der deutschen Einheit.

Schülerproteste in Frankreich: Unterricht fällt in gut 400 Schulen aus

Aus Sorge vor neuen Ausschreitungen ist in gut 400 Schulen in Frankreich am Montag erneut der Unterricht ausgefallen. Auch 30 bis 40 Hochschulen beteiligten sich nach Regierungsangaben an der Protestbewegung, die in der vergangenen Woche ein bislang unbekanntes Niveau an Gewalt erreicht hat. Die Menschenrechtsliga prangerte am Montag mit Blick auf den Einsatz der Sicherheitskräfte eine "weitgehende Abkehr vom Rechtsstaat" an.

Textgröße ändern: