Pallade Veneta - "Schwerer politischer Fehler": Habeck kritisiert Merz für Offenheit für AfD-Stimmen

"Schwerer politischer Fehler": Habeck kritisiert Merz für Offenheit für AfD-Stimmen


"Schwerer politischer Fehler": Habeck kritisiert Merz für Offenheit für AfD-Stimmen
"Schwerer politischer Fehler": Habeck kritisiert Merz für Offenheit für AfD-Stimmen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Der Kanzlerkandidat der Grünen, Robert Habeck, hat CDU-Chef Friedrich Merz für seine Offenheit für eine Zustimmung durch die AfD beim Thema Migration und Grenzkontrollen scharf kritisiert. Die Aussage, eine europarechtlich höchst kritische Maßnahme wie die unkoordinierte Einführung von Grenzkontrollen "im Zweifelsfall auch mit der AfD" zu verabschieden, sei "ein schwerer politischer Fehler", sagte Habeck in einem am Samstag veröffentlichen Video.

Textgröße ändern:

Merz hatte angekündigt, in der kommenden Woche einen Antrag im Bundestag zur Verschärfung der Migrationspolitik für mehr Abschiebungen, Grenzkontrollen und Zurückweisungen einzubringen. Parteiintern ließ er Medienberichten zufolge durchblicken, dass er dabei auch Stimmen der AfD in Kauf nehmen würde.

Später bekräftige Merz bei einer Parteiveranstaltung zwar, dass er eine Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ablehne. Zum Thema Migrationspolitik sagte er jedoch, es sei nun der Punkt erreicht, "wo taktische Spielchen zu Ende sind". "Jetzt wird entschieden, und zwar mit den Mehrheiten, die der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland entsprechen."

Auch inhaltlich kritisierte Habeck das Vorhaben des CDU-Kanzlerkandidaten, flächendeckende Grenzkontrollen einzuführen, um illegale Einreisen nach Deutschland zu verhindern. Zum einen wäre die Zurückweisung von Asylsuchenden "eine Einschränkung des Asylrechts, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg so nicht gekannt haben".

Zum anderen würde ein einseitiges Vorgehen ohne Absprache mit den EU-Partner "Europa sofort zerreißen", sagte Habeck. "Die anderen Länder würden es Deutschland nicht nachsehen, wenn unabgesprochen und unkoordiniert Deutschland sich benimmt wie Ungarn."

C.Conti--PV

Empfohlen

Fast verdreifacht: Wehrdienst in Dänemark dauert nun elf Monate

In Dänemark dauert der Wehrdienst ab sofort mit elf Monaten fast dreimal so lange wie bisher. Rund 1600 junge Dänen traten am Montag ihren Militärdienst an, der angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von vier auf nun elf Monate ausgeweitet wurde.

Trumps umstrittener Justizminister Blanche kann mit Ernennung rechnen

Der kommissarische US-Justizminister Todd Blanche kann noch diese Woche mit seiner dauerhaften Ernennung rechnen: Zwei republikanische Senatoren gaben ihren Widerstand gegen den früheren Anwalt von US-Präsident Donald Trump am Montag auf. Blanche hatte zuvor Zugeständnisse bei Streitthemen gemacht. Am Dienstag soll zunächst der Justizausschuss des Senats über Blanche abstimmen, im Laufe der Woche dann das Plenum.

Trump: Iran hat Wahl zwischen "Abkommen" oder "Kapitulation"

US-Präsident Donald Trump hat eine Fortsetzung der Seeblockade gegen den Iran bekannt gegeben. Die US-Armee werde die iranischen Häfen so lange blockieren, bis es "ein Abkommen oder eine vollständige Kapitulation" Teherans gebe, erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Trumps Plan zur Entwaffnung der Hamas stößt in Israel auf Ablehnung

Der von US-Präsident Donald Trump als "Meilenstein" gelobte Plan zur Entwaffnung der Hamas ist in Israel auf Ablehnung gestoßen. "Die veröffentlichte Version spiegelt die israelischen Positionen nicht wider", sagte der Sprecher des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Doron Spielman, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Aus politischen Kreisen hieß es zudem, Israel werde seine Truppen nicht zurückziehen. Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen derweil fort.

Textgröße ändern: