Pallade Veneta - Selenskyj zu Auschwitz-Gedenken in Polen eingetroffen

Selenskyj zu Auschwitz-Gedenken in Polen eingetroffen


Selenskyj zu Auschwitz-Gedenken in Polen eingetroffen
Selenskyj zu Auschwitz-Gedenken in Polen eingetroffen / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Montag anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau in Polen eingetroffen. Er werde an der zentralen Gedenkzeremonie in der KZ-Gedenkstätte teilnehmen und plane Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und EU-Ratspräsident António Costa, teilte das ukrainische Präsidialamt in Kiew mit.

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Selenskyj beklagte, dass die Erinnerung an den Holocaust immer schwächer werde. "Wir müssen den Hass überwinden, der zu Missbrauch und Mord führt", erklärte er. "Wir müssen das Vergessen verhindern."

"Und das Böse, das versucht, das Leben ganzer Völker zu zerstören, existiert immer noch auf der Welt", fügte Selenskyj, der selbst jüdischer Abstammung ist, in Anspielung auf den russischen Angriffskrieg gegen sein Land hinzu. Es sei "Aufgabe eines jeden, alles zu tun, um zu verhindern, dass das Böse siegt".

Macron rief dazu auf, am Widerstand gegen Antisemitismus festzuhalten. "Vergessen wir niemals die Millionen von Opfer der Schoa. Kämpfen wir unermüdlich gegen Antisemitismus und Hass, im Namen all jener, die ums Leben kamen", schrieb Macron im Onlinedienst X.

Macron nahm am Vormittag an einer Gedenkveranstaltung an der Pariser Schoa-Gedenkstätte teil. Dort wollte er auch mit den letzten Überlebenden zusammentreffen. Journalisten sollten dabei nicht anwesend sein. Zu den Überlebenden zählt die 97 Jahre alte Esther Senot, die bis heute vor Schülerinnen und Schülern von ihrer Deportation nach Auschwitz berichtet.

"Wir lassen nichts durchgehen mit Blick auf den Antisemitismus, in welcher Form auch immer er auftritt", schrieb Macron in das Gästebuch der Gedenkstätte. Am Nachmittag wird Macron bei der zentralen Gedenkzeremonie in Auschwitz erwartet. Als Vertreter Deutschlands nehmen unter anderen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil. Erwartet werden dutzende weitere Staats- und Regierungschefs aus aller Welt sowie 40 bis 50 Auschwitz-Überlebende.

Das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ist das Symbol für den Massenmord an den Juden durch das deutsche NS-Regime. Die Nazis hatten in dem Lager im besetzten Polen zwischen 1940 und 1945 über eine Million Menschen ermordet, überwiegend europäische Jüdinnen und Juden. Am 27. Januar 1945 wurde das KZ durch Soldaten der Roten Armee befreit.

Daran erinnerte am Montag auch der russische Präsident Wladimir Putin. "Wir werden uns immer daran erinnern, dass es der sowjetische Soldat war, der dieses schreckliche und totale Böse zerschlagen und den Sieg errungen hat, dessen Größe für immer Teil der Weltgeschichte bleiben wird", erklärte der Kreml-Chef.

A.Rispoli--PV

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