Pallade Veneta - Tausende serbische Studenten blockieren wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Belgrad

Tausende serbische Studenten blockieren wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Belgrad


Tausende serbische Studenten blockieren wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Belgrad
Tausende serbische Studenten blockieren wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Belgrad / Foto: Andrej ISAKOVIC - AFP

Mehrere tausend Studenten haben am Montag in der serbischen Hauptstadt Belgrad einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt blockiert, um gegen Korruption und für mehr Transparenz in den Ermittlungen zu einem tödlichen Unfall am Bahnhof der Stadt Novi Sad zu protestieren. Mit Trillerpfeifen ausgestattet zogen die Studenten in verschiedenen Demonstrationszügen am Morgen von ihrer Universität los. "Alle auf die Straße", "alle zur Blockade", riefen sie.

Textgröße ändern:

Dutzende Landwirte schlossen sich dem Protest an, um die Versammlung mit ihren Traktoren zu schützen. Auch Mitglieder einiger Motorradklubs der Hauptstadt nahmen teil.

Seit dem Einsturz eines Bahnhofsdachs in Novi Sad mit 15 Todesopfern im November finden in Serbien regelmäßig Demonstrationen gegen die Regierung statt, die zunehmend von den Studenten angeführt werden. Symbol der Massenproteste ist eine blutige Hand. Erst am vergangenen Freitag hatten sich nach Angaben einer unabhängigen Zählstelle aus Journalisten und Aktivisten 50.000 Menschen in Belgrad versammelt.

Die Teilnehmer der Demonstrationen fordern eine transparente Aufarbeitung des Unglücks und gerechte Strafen für die Verantwortlichen. Unter anderem verlangen sie die Veröffentlichung aller Dokumente und Verträge im Zusammenhang mit der Renovierung des Bahnhofs von Novi Sad, die kurz vor dem Unfall abgeschlossen wurde, sowie eine Erhöhung des Budgets für Universitäten und die Einstellung der Angriffe auf Demonstranten.

Die Proteste richten sich inzwischen aber auch generell gegen die Regierung des russlandfreundlichen Präsidenten Aleksandar Vucic und die weitverbreitete Korruption im Land. Die Regierung wirft den Demonstranten vor, von "ausländischen Kräften" unterstützt zu werden.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Trumps Plan zur Entwaffnung der Hamas stößt in Israel auf Ablehnung

Der von US-Präsident Donald Trump als "Meilenstein" gelobte Plan zur Entwaffnung der Hamas ist in Israel auf Ablehnung gestoßen. "Die veröffentlichte Version spiegelt die israelischen Positionen nicht wider", sagte der Sprecher des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Doron Spielman, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Aus politischen Kreisen hieß es zudem, Israel werde seine Truppen nicht zurückziehen. Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen derweil fort.

Russischer Oppositionspolitiker Nadeschdin nach Frankreich ausgereist

Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin ist nach eigenen Angaben nach Frankreich ausgereist. "Ich habe gute Neuigkeiten: Ich bin am Leben und frei. Leider nicht in Russland", sagte Nadeschdin in einem am Montag auf der Plattform Telegram veröffentlichten Video, das ihn vor dem Eiffelturm zeigt. "Jetzt heißt es, nachzudenken und zu verstehen, wie es weitergeht", fügte er hinzu.

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - auch bei der SPD

Die Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte gewinnt an Unterstützung. Die SPD-Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Anke Rehlinger und Manuela Schwesig, erteilten der von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der so genannten "Rente mit 63" eine klare Absage. Auch der SPD-Sozialexperte Bernd Rützel, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, schloss sich der Forderung an.

Von der Leyen fordert nach Massenandrang auf Ceuta "geschlossenes Vorgehen" der EU

Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein geschlossenes europäisches Vorgehen zur Stärkung der EU-Außengrenzen gefordert. "Dieser Vorfall zeigt deutlich, dass wir noch mehr tun müssen, um unsere Grenzen an den besonders schwachen Stellen zu stärken", schrieb von der Leyen in einem Brief an Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

Textgröße ändern: