Pallade Veneta - Bundestag berät am Donnerstag über AfD-Verbotsantrag

Bundestag berät am Donnerstag über AfD-Verbotsantrag


Bundestag berät am Donnerstag über AfD-Verbotsantrag
Bundestag berät am Donnerstag über AfD-Verbotsantrag / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP

Der Bundestag berät am Donnerstag erstmals über den fraktionsübergreifenden Antrag für ein AfD-Verbotsverfahren. Der Antrag von Abgeordneten mehrerer Fraktionen und Gruppen soll ab 17.30 Uhr debattiert werden. Mit dem Vorstoß wollen die 124 Unterstützer- und Unterstützerinnen den Bundestag auffordern, beim Bundesverfassungsschutz ein AfD-Verbotsverfahren einzuleiten. Eine Abstimmung ist am Donnerstag noch nicht vorgesehen. Unter anderem aus der Union, der SPD und der FDP kamen bereits skeptische Stimmen.

Textgröße ändern:

Die Zeit für das Vorhaben drängt nur wenige Wochen vor der Neuwahl. Umfragen zufolge könnte die AfD ihren Sitzanteil etwa verdoppeln und damit eine Mehrheit unwahrscheinlicher machen. Der AfD-Bundesverband wird vom Verfassungsschutz als in Teilen rechtsextremistisch eingestuft. In aktuellen Umfragen ist die Partei mit einem Zustimmungswert von um die 20 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der Union.

Gleichfalls am Donnerstag wird ein weiterer Antrag behandelt, der von Grünen-Abgeordneten um Renate Künast unterstützt wird. Er sieht keinen direkten Antrag auf ein Verbotsverfahren in Karlsruhe vor, sondern verlangt zunächst eine Prüfung der Erfolgsaussichten durch Gutachter. Erst danach soll der Bundestag über die mögliche Einleitung eines Verbotsverfahrens entscheiden.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Von der Leyen fordert nach Massenandrang auf Ceuta "geschlossenes Vorgehen" der EU

Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein geschlossenes europäisches Vorgehen zur Stärkung der EU-Außengrenzen gefordert. "Dieser Vorfall zeigt deutlich, dass wir noch mehr tun müssen, um unsere Grenzen an den besonders schwachen Stellen zu stärken", schrieb von der Leyen in einem Brief an Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

Lebenszeichen von Suu Kyi: Myanmars Ex-Regierungschefin trifft Rotkreuz-Vertreter

Ein Treffen von Myanmars Ex-Regierungschefin Aung San Suu Kyi mit einem Vertreter des Roten Kreuzes hat das seit Langem erwartete Lebenszeichen von der Friedensnobelpreisträgerin geliefert. Der Myanmar-Repräsentant des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Arnaud de Baecque, besuchte die 81-Jährige am Montag sprach mit ihr unter vier Augen, wie das IKRK mitteilte.

Trump kündigt Iran-Gespräche an - mögliche Deeskalation beflügelt Börsen

US-Präsident Donald Trump hat für Montag neue Gespräche mit dem Iran über eine Beendigung des Kriegs angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Die Ölpreise fielen daraufhin zeitweise um rund sechs Prozent, der Dax stieg auf ein Rekordhoch.

Gericht in Frankreich weist Antrag russischer Journalistin gegen Ausweisung ab

Ein Gericht in Frankreich hat einen Eilantrag der russischen Journalistin Xenia Fedorova gegen ihre Ausweisung aus dem Land abgewiesen. Fedorova habe nicht nachgewiesen, dass der Ausweisungserlass für sie "ernsthafte persönliche Konsequenzen" habe, erklärte das Verwaltungsgericht in Paris am Montag. Die 45-Jährige hatte eine Aussetzung der Verfügung beantragt.

Textgröße ändern: