Pallade Veneta - Ölraffinerie in Russland bei ukrainischem Drohnenangriffe getroffen

Ölraffinerie in Russland bei ukrainischem Drohnenangriffe getroffen


Ölraffinerie in Russland bei ukrainischem  Drohnenangriffe getroffen
Ölraffinerie in Russland bei ukrainischem Drohnenangriffe getroffen / Foto: Oleksandr GIMANOV - AFP/Archiv

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist in Russland eine Ölraffinerie getroffen worden. Der ukrainische Generalstab teilte am Mittwoch mit, es sei eine Ölraffinerie in der Stadt Kstowo in der russischen Region Nischni-Nowgorod getroffen worden, über 800 Kilometer von der Front in der Ostukraine entfernt. Russland meldete mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet und bestätigte den Angriff auf die Raffinerie.

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In der Ölraffinerie in der Region Nischni-Nowgorod brach ein ein Feuer aus, wie der Betreiber, das große Petrochemieunternehmen Sibur, im Onlinedienst X erklärte. Aufgrund herabfallender Trümmer einer abgeschossenen Drohne sei ein Feuer ausgebrochen. Es habe keine Verletzte gegeben und Feuerwehrleute arbeiteten daran, das Feuer zu löschen.

In der russischen Grenzregion Belgorod wurden laut dem Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow eine Mutter und ihr zweijähriges Kind bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnhaus getötet. Bei dem Angriff seien zudem auch ein weiteres Kind und sein Vater verletzt worden.

Der Regionalgouverneur der westrussischen Region Smolensk, Wassili Anochin, meldete den Abschuss einer ukrainischen Drohne "bei einem versuchten Angriff auf ein Atomkraftwerk". Anochin erklärte, es habe keine Schäden oder Verletzte gegeben. Um welche Anlage es sich handelte, erklärte der Regionalgouverneur nicht. Das Kernkraftwerk Smolensk befindet sich in der Nähe der Stadt Desnogorsk.

Insgesamt meldete das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 104 ukrainischen Drohnen über westrussischen Regionen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, die meisten davon in Kursk und Brjansk. Auch über Smolensk, Twer und Belgorod seien Drohnen abgefangen worden.

Die Ukraine wiederum meldete russische Drohnenangriffe. Bei einem solchen Angriff in der südlichen Stadt Cherson sei ein 52-jähriger Mann getötet worden, erklärte Bürgermeister Roman Mrochko. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe insgesamt 29 Drohnen über neun größtenteils südlichen und östlichen Regionen der Ukraine abgeschossen. In der Stadt Ismajil in der Region Odessa richteten sich die Drohnenangriffe laut dem Regionalgouverneur gegen Hafenanlagen der Stadt. In Kiew fielen Überreste einer abgeschossenen Drohne laut Bürgermeister Witali Klitschko im Zentrum der Hauptstadt herab.

Zugleich verkündete das russische Verteidigungsministerium Landgewinne seiner Streitkräfte. Russische Truppen nahmen demnach das Dorf Nowojelisawetiwka in der Industrieregion Donezk ein.

In dem mittlerweile fast drei Jahre andauernden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kommt es fast täglich zu gegenseitigen Drohnenangriffen. Die Ziele sind oftmals zivile Gebiete jenseits der Frontlinie.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Dienstagabend seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen mit der Ukraine bekundet, direkte Gespräche mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj jedoch abgelehnt. Selenskyj sei "unrechtmäßig" an der Macht, da seine Amtszeit während der Verhängung des Kriegsrechts abgelaufen sei, sagte der Kreml-Chef. Er warf Kiew zudem eine mangelnde Verhandlungsbereitschaft vor. "Im Moment sehen wir eine solche Bereitschaft nicht", sagte Putin.

F.Amato--PV

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