Pallade Veneta - "Antiterror-Befugnisse": London stellt Gesetz zur Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal vor

"Antiterror-Befugnisse": London stellt Gesetz zur Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal vor


"Antiterror-Befugnisse": London stellt Gesetz zur Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal vor
"Antiterror-Befugnisse": London stellt Gesetz zur Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal vor / Foto: Ben STANSALL - AFP

Großbritanniens Regierung hat am Donnerstag ein Gesetzesvorhaben für eine effektivere Bekämpfung der irregulären Migration über den Ärmelkanal vorgestellt, das sich an "Antiterrorgesetzen" orientiert. Die neue Gesetzgebung werde "den Strafverfolgungsbehörden mächtigere Werkzeuge als je zuvor an die Hand geben, um gegen Schleuser vorzugehen und sie daran zu hindern, Überfahrten zu organisieren", erklärte das Innenministerium am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Der neue Gesetzentwurf würde es den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, gegen mutmaßliche Menschenschmuggler vorläufige Anordnungen zu erlassen, bevor sie strafrechtlich belangt werden. Die Polizei und Einwanderungsbehörden können demnach Telefone, Laptops und andere elektronische Geräte von Migranten an der Grenze beschlagnahmen, noch bevor es zu Festnahmen kommt, um Informationen über Schleuser zu erhalten.

Für das Sammeln von Informationen zur Vorbereitung illegaler Kanalüberquerungen wird demnach ein neuer Straftatbestand geschaffen, der mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

Die Schleuser werden "zum ersten Mal mit Antiterror-Taktiken konfrontiert, die ein schnelleres Eingreifen ermöglichen, um sie zu identifizieren und zu verfolgen", erklärte das Ministerium weiter.

Gegen mutmaßliche Schleuser können dem Gesetz zufolge Reiseverbote verhängt und der Zugang zu ihren Handys, Online-Netzwerken oder ihren Finanzen eingeschränkt werden.

London versucht seit Jahren, den Zustrom von Migranten über den Ärmelkanal einzudämmen, der häufig auf überfüllten kleinen Schlauchbooten erfolgt. Premier Keir Starmer, der seit Juli im Amt ist, hatte versprochen, dies besser zu machen als seine konservativen Vorgänger.

2024 haben allerdings fast 37.000 Migranten den Ärmelkanal von Frankreich aus überquert - 25 Prozent mehr als 2023. Mindestens 78 Menschen starben laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) beim Versuch, auf diesem Weg nach Großbritannien zu gelangen.

Die Einwanderung nach Großbritannien war im Wahlkampf ein wichtiges Thema, das der einwanderungsfeindlichen, rechtspopulistische Partei Reform UK Stimmen einbrachte.

Gleich nach seiner Amtsübernahme hatte Starmer die umstrittenen Abschiebungen der konservativen Vorgängerregierung nach Ruanda gestoppt. Innerhalb von zwei Jahren seien nur vier Menschen in das Land geschickt worden, "obwohl das Projekt 700 Millionen Pfund (rund 836 Millionen Euro) gekostet hat", kritisierte Starmer.

Stattdessen setzte der Labour-Politiker auf bilaterale Abkommen und schloss unter anderem Partnerschaften mit Deutschland und dem Irak, um gemeinsam gegen Schleusernetzwerke vorzugehen. Nach Angaben der Labour-Partei wurden seit Juli 16.400 irreguläre Migranten abgeschoben - der höchste Stand seit 2018. Seit Anfang des Jahres haben trotz des stürmischen und kalten Wetters bereits 1098 Migranten die englische Küste über den Ärmelkanal erreicht.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Präsidentschaftswahl in Brasilien: Bolsonaro knapp vor Lula - Stichwahl Ende Oktober

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro knapp vor dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gelegen. Der 45-Jährige kam am Sonntag nach Angaben des Wahlgerichts nach Auszählung der Stimmen von rund 99 Prozent der Wahlbüros auf rund 47 Prozent. Er lag damit knapp vor dem 80-jährigen Lula, der knapp 45 Prozent erreichte. Beide Kandidaten treten nun am 25. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander an, da keiner von ihnen mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erzielte.

Präsidentenwahl in Brasilien: Bolsonaro liegt laut ersten Teilergebnissen vor Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro laut ersten Teilergebnissen vorerst an dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vorbeigezogen. Nach der Auszählung von etwa 65 Prozent der elektronischen Wahlurnen des Landes lag Bolsonaro bei 49,8 Prozent der Stimmen, Lula lag demnach bei 42,2 Prozent der Stimmen. Die übrigen Kandidaten lagen jeweils im einstelligen Bereich.

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats.

NOOSHA AUBEL UND DAS BESCHÄMENDE VERSAGEN DER STRUKTUREN IM RATHAUS POTSDAM

Noosha Aubel ist 50 Jahre alt, parteilos und seit dem 24. Oktober 2025 Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam. Von 2017 bis 2023 gehörte sie bereits als Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zur Verwaltungsspitze. Damit ist sie keine politische Anfängerin, die sich erst in Potsdamer Strukturen einarbeiten müsste. Sie kennt dieses Rathaus, seine Zuständigkeiten und seine Schwachstellen seit Jahren. Genau deshalb wiegen die Vorgänge um die mehrfach schwerstbehinderten Schwestern Heddå und Heidrūn politisch besonders schwer und werden Fragen an fehlendem Anstand und Moral auf.

Textgröße ändern: