Pallade Veneta - Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich

Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich


Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich
Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich / Foto: Oliver Contreras - AFP

Nach dem Flugzeugunglück in Washington mit mutmaßlich mehr als 60 Toten hat US-Präsident Donald Trump seine Amtsvorgänger Barack Obama und Joe Biden sowie Diversitätsprogramme für angeblich abgesenkte Standards in der Flugverkehrssicherheit verantwortlich gemacht. "Ich habe die Sicherheit an erste Stelle gesetzt. Obama, Biden und die Demokraten haben die Politik an erste Stelle gesetzt", sagte Trump am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington.

Textgröße ändern:

Trump bezog sich damit auf Programme zur Förderung von Diversität in der Flugaufsichtsbehörde FAA. Er erhob den Vorwurf, dass diese Programme zur Unterstützung der Angehörigen von Minderheiten die Qualitätsansprüche an das Personal gesenkt hätten. Seine Vorgänger hätten das Personal "zu weiß" gefunden, sagte der Republikaner und fügte hinzu: "Und wir wollen die Leute, die kompetent sind."

Trump sagte, dass die Kollision eines Passagierflugzeugs und eines Militärhubschraubers am Mittwochabend (Ortszeit) durch einen "Zusammenfluss schlechter Entscheidungen" verursacht worden sei. Der Fluglotse habe die Helikopter-Crew erst in einem Moment vor dem entgegenkommenden Flugzeug gewarnt, "als sehr wenig Zeit übrig war", um eine Kollision zu vermeiden. Auch sagte Trump, der Hubschrauber sei in einem "unglaublich schlechten Winkel" geflogen.

Trump hatte die Flugleitung schon wenige Stunden nach dem Unglück kritisiert. Sein Verkehrsminister Sean Duffy sagte später, das Unglück wäre "absolut" vermeidbar gewesen.

Die Rettungsbehörden gingen am Donnerstag davon aus, dass die insgesamt 67 Insassen beider Maschinen alle ums Leben gekommen sind. "Wir glauben derzeit nicht, dass es Überlebende gibt", sagte Feuerwehrchef John Donnelly am Morgen (Ortszeit). Bis zu diesem Zeitpunkt waren 28 Leichen geborgen worden. Trump bestätigte später in seiner Pressekonferenz: "Leider gibt es keine Überlebenden."

Beide Maschinen waren nach dem Zusammenprall in den derzeit eiskalten Fluss Potomac gestürzt. An Bord des aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas gekommenen Flugzeugs der PSA Airlines befanden sich 60 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, in dem Helikopter drei Soldaten. Das Flugzeug kollidierte beim Landeanflug auf den Reagan National Airport mit dem Hubschrauber.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Mehr als tausend Juristen fordern AfD-Verbotsverfahren

Mehr als tausend Juristinnen und Juristen in Deutschland unterstützen die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht. Mindestens 1051 Anwälte, Richter, Staatsanwälte, Juristen aus Verwaltung und Wirtschaft sowie Rechtsreferendare hätten einen entsprechenden offenen Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestages unterzeichnet, teilte der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) am Montag in Berlin mit.

USA: Trumps Justizminister Blanche räumt Hürde für Ernennung aus dem Weg

Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche hat eine zentrale Hürde für seine dauerhafte Ernennung aus dem Weg geräumt. In einer am Sonntag im Onlinedienst X veröffentlichten Anordnung hob er einen umstrittenen Entschädigungsfonds offiziell auf, dessen endgültige Aufgabe die republikanischen Senatoren John Cornyn und Thom Tillis zur Bedingung für ihre Unterstützung gemacht hatten. Ob die beiden Blanche nun unterstützen, blieb zunächst offen.

Myanmar macht erstes Treffen Suu Kyis mit Rotkreuz-Vertreter seit Putsch publik

Erstmals seit dem Militärputsch von 2021 ist in Myanmar ein Treffen der unter Hausarrest stehenden früheren Regierungschefin Aung San Suu Kyi mit einem Vertreter des Roten Kreuzes öffentlich bekannt geworden. Der Repräsentant des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Myanmar, Arnaud de Baecque, habe die 81-Jährige am Montag besucht, teilte das Büro des myanmarischen Präsidenten mit. Das Treffen war damit das erste seit dem Putsch öffentlich bekannt gewordene Treffen Suu Kyis mit einem ausländischen Vertreter.

Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken

US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Nähere Angaben - etwa zum Ort der Gespräche oder zu den Teilnehmern - machte Trump zunächst nicht.

Textgröße ändern: