Pallade Veneta - Söder stellt sich hinter Merz - und kritisiert mangelnde Geschlossenheit der CDU

Söder stellt sich hinter Merz - und kritisiert mangelnde Geschlossenheit der CDU


Söder stellt sich hinter Merz - und kritisiert mangelnde Geschlossenheit der CDU
Söder stellt sich hinter Merz - und kritisiert mangelnde Geschlossenheit der CDU / Foto: INA FASSBENDER - AFP

Nach dem Scheitern des von der Unionsfraktion im Bundestag zur Abstimmung gestellten Gesetzes zu Verschärfungen in der Migrationspolitik hat sich CSU-Chef Markus Söder demonstrativ hinter den CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz gestellt - und deutliche Kritik an einer mangelnden Geschlossenheit in der Schwesterpartei CDU geübt. "Die CSU steht hinter Friedrich Merz. Kein CSU-Abgeordneter hat im Bundestag gefehlt", schrieb er am Sonntag im Kurzbotschaftendienst X.

Textgröße ändern:

Merz habe "in der Migrationsfrage eine Leitentscheidung getroffen", teilte Söder dort weiter mit. Merz habe gezeigt, dass er es mit der angekündigten sogenannten Asylwende ernst meine. Dafür verdiene er "Unterstützung und Loyalität", fügte der bayrische Ministerpräsident hinzu. Auf dem für Montag geplanten CDU-Parteitag müsse nun "ein starkes Signal der Geschlossenheit für unseren gemeinsamen Kanzlerkandidaten" folgen, forderte Söder weiter.

Bei der namentlichen Abstimmung über das umstrittene Gesetz, das am Ende die notwendige Mehrheit verfehlte, hatten am Freitag zwölf CDU-Abgeordnete aus der gemeinsamen Unionsbundesfraktion ihre Stimmen nicht abgegeben. Merz stand seit Tagen in der Kritik, weil er in Kauf genommen hatte, dass das umstrittene Migrationsgesetz mit Unterstützung der AfD verabschiedet wird.

Bereits am Mittwoch hatte die Unionsfraktion im Bundestag mit Stimmen der AfD einen Antrag mit Forderungen zur Verschärfung in der Migrationspolitik durchgesetzt, was auf scharfe Kritik stieß. Es war das erste Mal, dass die AfD einem Antrag der Union im Parlament zur Mehrheit verhalf. Das war unter anderem auch von der ehemaligen Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel in einem seltenen Schritt öffentlich als "falsch" kritisiert worden.

In Merkels Amtszeit hatten Differenzen um Fragen der Migrationspolitik das Verhältnis zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU auch in Wahlkämpfen schwer belastet. Unter Verweis darauf - und mutmaßlich auch mit Blick auf Merkels aktuelle Intervention - schrieb Söder am Sonntag auf seinem Account auf X: "Rückspiele aus vergangenen Zeiten sind der falsche Weg. CDU und CSU sind nach zehn Jahren Debatte um die Migration endlich wieder einig."

Den Kurs der Union in der Migrationskurs verteidigte Söder dabei mit dem Kampf gegen die AfD. "Um die AfD wirksam zu bekämpfen, muss man sich um die Sorgen der Menschen kümmern und die Probleme wie in der Migration lösen", schrieb er. Eine Koalition mit den Grünen nach der Bundestagswahl in drei Wochen schloss er vor diesem Hintergrund erneut aus. Die Grünen stünden "für mehr statt weniger Zuwanderung". Schwarz-Grün sei "faktisch tot".

Die Migration ist eines der beherrschenden Themen des Wahlkampfs. Am Montag wird sich ein CDU-Parteitag mit einem von Merz vorgestellten Sofortprogramm für den Fall eines Unionswahlsiegs befassen. Darin enthalten sind auch die migrationspolitischen Forderungen aus dem Bundestagsantrag vom Mittwoch.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Präsidentenwahl in Brasilien: Bolsonaro liegt laut ersten Teilergebnissen vor Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro laut ersten Teilergebnissen vorerst an dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vorbeigezogen. Nach der Auszählung von etwa 65 Prozent der elektronischen Wahlurnen des Landes lag Bolsonaro bei 49,8 Prozent der Stimmen, Lula lag demnach bei 42,2 Prozent der Stimmen. Die übrigen Kandidaten lagen jeweils im einstelligen Bereich.

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats.

NOOSHA AUBEL UND DAS BESCHÄMENDE VERSAGEN DER STRUKTUREN IM RATHAUS POTSDAM

Noosha Aubel ist 50 Jahre alt, parteilos und seit dem 24. Oktober 2025 Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam. Von 2017 bis 2023 gehörte sie bereits als Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zur Verwaltungsspitze. Damit ist sie keine politische Anfängerin, die sich erst in Potsdamer Strukturen einarbeiten müsste. Sie kennt dieses Rathaus, seine Zuständigkeiten und seine Schwachstellen seit Jahren. Genau deshalb wiegen die Vorgänge um die mehrfach schwerstbehinderten Schwestern Heddå und Heidrūn politisch besonders schwer und werden Fragen an fehlendem Anstand und Moral auf.

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Textgröße ändern: