Pallade Veneta - Umfrage: Fast drei Viertel der Deutschen für Einfrieren von Mieten

Umfrage: Fast drei Viertel der Deutschen für Einfrieren von Mieten


Umfrage: Fast drei Viertel der Deutschen für Einfrieren von Mieten
Umfrage: Fast drei Viertel der Deutschen für Einfrieren von Mieten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Fast drei Viertel der Deutschen befürworten ein Einfrieren der Mieten für die nächsten sechs Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts Verian für die Linke, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. Insgesamt 71 Prozent der Befragten befürworten demnach, "dass Wohnungsmieten ab sofort und bundesweit in den nächsten sechs Jahren nicht erhöht werden dürfen". 44 Prozent befürworten das "sehr" und 27 Prozent "eher".

Textgröße ändern:

17 Prozent lehnen die Forderung "eher", zehn Prozent "sehr" ab, ein Prozent antwortete mit "weiß nicht, keine Angabe".

Die Zustimmung zum Mietenstopp ist dabei sowohl in Ost- als auch Westdeutschland hoch: 85 Prozent der Befragten im Osten und 70 Prozent im Westen sind laut Umfrage für ein Einfrieren der Mieten. Dies befürworten demnach nicht nur Befragte aus Metropolregionen - 69 Prozent -, sondern auch jene aus kleinen Städten.

Bei Umfrageteilnehmenden, die in Städten mit 5000 bis 20.000 Einwohnenden leben, lag die Zustimmung zum Mietenstopp sogar bei 77 Prozent. Am geringsten war sie mit 52 Prozent in den Dörfern.

Ausgewertet wurde auch die Parteipräferenz der Befragten: Für das Einfrieren der Mieten sind demnach 93 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der Linken, dahinter folgen jene des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) mit 82 Prozent sowie der SPD mit 81 Prozent.

Von den Grünen-Anhängerinnen und -Anhängern sind 68 Prozent für den Mietenstopp, bei der AfD sind es 67 Prozent. Am geringsten ist die Zustimmung bei Anhängerinnen und -Anhängern von Union und FDP mit 54 beziehungsweise 36 Prozent. Für die Erhebung befragte Verian vom 23. bis zum 28. Januar insgesamt 1006 Menschen über 14 Jahre telefonisch.

Die Linke sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung ihrer Forderungen nach einem Einfrieren der Mieten und einem anschließenden Mietendeckel, der Mieten absenken soll. "Die Menschen wollen etwas Besseres als die Mietpreisbremse", sagte Parteichef Jan van Aken AFP. "Sie wollen keine unverschämten Mieterhöhungen mehr, die alle paar Monate rein flattern und versuchen ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen."

Die Mieten müssten für sechs Jahre eingefroren werden, forderte van Aken - und fügte hinzu: "Unsere Umfrage zeigt, dass über zwei Drittel der Menschen in Deutschland das so sehen." Der Parteichef kündigte an, für einen Mietendeckel zu kämpfen, "bis es ihn gibt".

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken

US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Nähere Angaben - etwa zum Ort der Gespräche oder zu den Teilnehmern - machte Trump zunächst nicht.

Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula

Argentiniens ultrarechter Präsident Javier Milei hat seine Attacken gegen Brasiliens linken Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigt. "Er ist ein Dieb, ein Korrupter, er wurde als Dieb und Korrupter verurteilt", sagte Milei am Sonntag dem argentinischen Sender LN+. "Er saß in Haft, und deswegen stimmt auch das mit dem Sträfling." Lula sei außerdem wegen eines "bürokratischen Fehlers im Verfahren" aus der Haft entlassen worden, "nicht weil er unschuldig war".

Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an

Die USA und der Iran werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Montag neue Gespräche aufnehmen. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, nachdem er am Vorabend einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet hatte. "Es beginnt morgen Nachmittag."

Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern am Sonntag insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben der dortigen Behörden mindestens fünf Menschen getötet. Die ukrainischen Streitkräfte griffen nach russischen Angaben Ziele in verschiedenen Regionen Russlands an und töteten dabei mindestens neun Menschen.

Textgröße ändern: