Pallade Veneta - US-Außenminister Rubio übernimmt vorerst Leitung von Entwicklungsbehörde

US-Außenminister Rubio übernimmt vorerst Leitung von Entwicklungsbehörde


US-Außenminister Rubio übernimmt vorerst Leitung von Entwicklungsbehörde
US-Außenminister Rubio übernimmt vorerst Leitung von Entwicklungsbehörde / Foto: Mark Schiefelbein - POOL AP/AFP

US-Außenminister Marco Rubio hat vorübergehend die Leitung der von Präsident Donald Trump heftig kritisierten Entwicklungshilfebehörde USAID übernommen. "Ich bin der amtierende Direktor von USAID", sagte Rubio am Montag während eines Besuchs im zentralamerikanischen El Salvador vor Journalisten. Er kündigte an, den "Ungehorsam" der Behörde gegenüber Trumps Agenda zu beenden.

Textgröße ändern:

Der US-Präsident hatte am Vortag die Entlassung der bisherigen USAID-Leitung angekündigt. Die Behörde sei von "einem Haufen radikaler Verrückter" geleitet worden, sagte er. "Wir schmeißen sie raus, und dann werden wir eine Entscheidung treffen", fügte Trump mit Blick auf die Zukunft der Behörde hinzu.

Rubio kritisierte nun, dass sich USAID oft verhalte wie eine "unabhängige Nichtregierungs-Einheit". Oft betreibe die Behörde Programme, die der "nationalen Strategie" der Regierung entgegenlaufen würden. Dieser "Ungehorsam" werde nun enden.

USAID ist für die Entwicklungshilfe sowie humanitäre Hilfen im Ausland zuständig. Die Behörde hat ein jährliches Budget von 42,8 Milliarden Dollar (rund 41,9 Milliarden Euro).

Auch der für Trump als Berater für staatliche Effizienz tätige Tech-Multimilliardär Elon Musk hatte USAID zuletzt hart kritisiert und diese sogar als "kriminelle Organisation" bezeichnet. In einem Live-Gespräch auf seiner Onlineplattform X sagte Musk, er und Trump hätten sich darauf geeinigt, dass USAID "geschlossen" werden solle.

So weitgehend äußerte sich Trump selbst aber noch nicht über die Zukunft der Behörde. Er betonte am Montag auch, dass Musk keine autonome Entscheidungsbefugnis habe. Musk "kann und wird" nichts ohne "unsere Zustimmung" tun, sagte der Präsident.

Derzeit sorgen in Washington auch Berichte für Wirbel, wonach der neue Finanzminister Scott Bessent Musk-Mitarbeitern den vollen Zugriff auf das Auszahlungssystem seines Hauses gewährt hat. Über das System werden jährliche Zahlungen der Bundesbehörden in Höhe von mehr als sechs Billionen Dollar abgewickelt, darunter Sozialhilfezahlungen, Leistungen der Krankenversicherung Medicare, Gehälter der Bundesbeschäftigten, Steuererstattungen wie auch Zahlungen an für den Staat arbeitende Privatunternehmen.

Da das System sensible Daten über Millionen von US-Bürger enthält, hatte den Berichten zufolge bisher nur eine kleine Zahl von Laufbahnbeamten den Zugriff darauf erhalten.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Trump kündigt noch für Montag neue Gespräche mit dem Iran an - Ölpreise sinken

US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. "Es beginnt morgen Nachmittag." Nähere Angaben - etwa zum Ort der Gespräche oder zu den Teilnehmern - machte Trump zunächst nicht.

Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula

Argentiniens ultrarechter Präsident Javier Milei hat seine Attacken gegen Brasiliens linken Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigt. "Er ist ein Dieb, ein Korrupter, er wurde als Dieb und Korrupter verurteilt", sagte Milei am Sonntag dem argentinischen Sender LN+. "Er saß in Haft, und deswegen stimmt auch das mit dem Sträfling." Lula sei außerdem wegen eines "bürokratischen Fehlers im Verfahren" aus der Haft entlassen worden, "nicht weil er unschuldig war".

Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an

Die USA und der Iran werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Montag neue Gespräche aufnehmen. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, nachdem er am Vorabend einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet hatte. "Es beginnt morgen Nachmittag."

Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern am Sonntag insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben der dortigen Behörden mindestens fünf Menschen getötet. Die ukrainischen Streitkräfte griffen nach russischen Angaben Ziele in verschiedenen Regionen Russlands an und töteten dabei mindestens neun Menschen.

Textgröße ändern: