Pallade Veneta - Verbände: Wohnungspolitik muss Wahlkampfthema werden

Verbände: Wohnungspolitik muss Wahlkampfthema werden


Verbände: Wohnungspolitik muss Wahlkampfthema werden
Verbände: Wohnungspolitik muss Wahlkampfthema werden / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Mehrere Verbände haben gefordert die Wohnungspolitik vor den Neuwahlen am 23. Februar zu einem zentralen Wahlkampfthema zu machen. "Steigende Mietpreise bringen immer mehr Haushalte an ihre Belastungsgrenze, die Hälfte der Mieterinnen und Mieter in Großstädten hat Angst, die Miete künftig nicht mehr zahlen zu können", erklärte Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund am Dienstag in Berlin. Bisher spielten die Themen im Wahlkampf aber kaum eine Rolle.

Textgröße ändern:

Zur Lösung der Wohnungskrise brauche es "umfassende mietrechtliche Reformen und eine echte Offensive für den Bau und den Erhalt bezahlbaren Wohnraums", erklärte der DMB. Vorschläge dazu finden sich den Angaben zufolge vor allem in den Wahlprogrammen von SPD, den Grünen, der Linken und des BSW. "Während sich die CDU/CSU immerhin zum bestehenden mietrechtlichen Rahmen bekennt, wollen AfD und FDP den Mieterschutz weiter abschwächen", erklärte DMB-Bundesdirektorin Melanie Weber-Moritz.

Auch eine Auswertung des Berliner Mietervereins (BMV) zeigt, dass Maßnahmen für strengere Mietpreisregulierungen, verpflichtende Sozialwohnungsquoten oder die Wiederherstellung des gemeindlichen Vorkaufsrechts in einigen Wahlprogrammen gänzlich fehlen. So setzen sich CDU und FDP den Angaben nach nicht für eine stärkere Regulierung der Mieten ein. Auch beim sozialen Wohnungsbau fallen die beiden Parteien nach Ansicht des BMV durch.

"Wir fordern die Parteien auf, sich auf die für die Menschen existenziellen Fragen zu besinnen", forderte Wibke Werner, Geschäftsführerin des BMV. Es brauche einen Kurswechsel in der Wohnungspolitik und Wohnen müsse "endlich als Daseinsvorsorge verstanden" werden.

Der DMB forderte konkret eine Verlängerung der Mietpreisbremse auf Bundesebene und einen Mietenstopp, um die Erhöhung von Mieten im Bestand abzuschwächen. Deutschland brauche zudem ein von der Schuldenbremse ausgenommenes "Investitionsprogramm für den bezahlbaren Wohnungsbau".

Das Programm der AfD wertete der Verein nicht aus. Zur Begründung hieß es: Geschäftsführung und Vorstand haben entschieden, "Parteien mit menschenfeindlichen, diskriminierenden oder antidemokratischen Positionen keine Plattform zu geben".

L.Barone--PV

Empfohlen

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats.

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Textgröße ändern: