Pallade Veneta - Urabstimmung bei Marburger Bund: Keine Ärztestreiks an kommunalen Kliniken

Urabstimmung bei Marburger Bund: Keine Ärztestreiks an kommunalen Kliniken


Urabstimmung bei Marburger Bund: Keine Ärztestreiks an kommunalen Kliniken
Urabstimmung bei Marburger Bund: Keine Ärztestreiks an kommunalen Kliniken / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Zunächst geplante Streiks von Ärztinnen und Ärzten an kommunalen Kliniken sind endgültig abgewendet. Die Mitglieder des Marburger Bunds stimmten in einer Urabstimmung mit einer deutlichen Mehrheit von 70 Prozent für ein nach monatelangen Tarifgesprächen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ausgehandeltes Sondierungsergebnis, wie die Gewerkschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Einigung sieht im Kern eine schrittweise Anhebung der Gehälter bis 2026 um insgesamt acht Prozent vor.

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Die große Tarifkommission des Marburger Bunds wird nach dessen Angaben nun noch diese Woche über ein Ende des Arbeitskampfs und den Abschluss eines Änderungstarifvertrags auf Grundlage des Sondierungsergebnisses mit der VKA entscheiden. "Das vorliegende Ergebnis ist ein Einstieg in eine Novellierung mit erheblichen Verbesserungen gegenüber dem Status quo", erklärte der Verband. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Tarifrunde sei auch eine Reform der Schicht- und Wechselschichtsysteme gewesen.

Der angestrebte Tarifvertrag gilt für bundesweit rund 60.000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern, die entsprechend tarifgebunden sind. Daneben gibt es auch kommunale Krankenhäuser mit Haustarifverträgen. Dies gilt unter anderem für große Klinikbetreiber wie etwa Vivantes in Berlin.

Die Mitglieder des Marburger Bunds stimmten im Dezember ebenfalls in einer Urabstimmung für Streikmaßnahmen, nachdem fünf Verhandlungsrunden erfolglos geblieben waren. Bereits nach der Einigung auf das Sondierungspapier im Januar setzte der Verband die Streikvorbereitungen vorläufig aus.

M.Romero--PV

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