Pallade Veneta - Tausende demonstrieren in Brüssel für Jobs in der Stahlindustrie

Tausende demonstrieren in Brüssel für Jobs in der Stahlindustrie


Tausende demonstrieren in Brüssel für Jobs in der Stahlindustrie
Tausende demonstrieren in Brüssel für Jobs in der Stahlindustrie / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

Vor dem Hintergrund der Krise in der europäischen Stahlindustrie haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus zahlreichen EU-Ländern für den Erhalt ihrer Jobs demonstriert. Nach Polizeiangaben folgten am Mittwoch rund 3000 Demonstrierende einem Aufruf der Gewerkschaftsvereinigung IndustriALL. Sie protestierten gegen Stahlimporte zu "Dumping"-Preisen aus China und warnten vor einem möglichen Zollstreit mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Textgröße ändern:

"Die europäische Industrie geht durch eine tiefe Krise", sagte die Generalsekretärin der Vereinigung IndustriALL, Judith Kirton-Darling. "Es ist Zeit, dass Europa aufwacht", rief sie den Demonstrierenden zu. Darunter waren unter anderem Vertreter der deutschen IG Metall sowie Beschäftigte aus Italien, Frankreich und Tschechien. Er sei nach Brüssel gereist, um für "den Schutz der Arbeitsplätze" zu kämpfen, sagte der tschechische Stahlarbeiter Lukas Borota.

"In Europa braucht es immer unendlich lange, bis die Industrie geschützt wird", kritisierte der belgische Gewerkschafter Jean-Luc Lallemand. Vertreter der Gewerkschaften trafen am Mittwoch auch Beamte der EU-Kommission, die noch in diesem Monat ein Gesetzespaket für die Förderung einer nachhaltigen Industrie vorlegen will. Brüssel plant zudem Aktionspläne für die Auto-, Stahl- und Chemieindustrie.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Selenskyj: Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Textgröße ändern: