Pallade Veneta - Selenskyj erklärt Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Putin

Selenskyj erklärt Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Putin


Selenskyj erklärt Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Putin
Selenskyj erklärt Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit Putin / Foto: Handout - UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist bereit zu direkten Gesprächen mit Kreml-Chef Wladimir Putin zur Beendigung des Kriegs in seinem Land. Auf die Frage, ob er mit Putin verhandeln würde, sagte Selenskyj in einem Interview, dass er dies tun würde, "wenn das die einzige Möglichkeit ist, den Bürgern der Ukraine Frieden zu bringen und keine weiteren Menschen zu verlieren". Der Kreml wies die Aussagen am Mittwoch barsch als "leere Worte" zurück. Unterdessen gingen die gegenseitigen Angriffe weiter.

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Selenskyj sagte, Kiew würde "diese Konstellation, dieses Treffen mit vier Teilnehmern akzeptieren". Er machte keine Angaben dazu, wer die anderen Teilnehmer sein würden. Der Moderator hatte kurz zuvor jedoch die Möglichkeit von Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland, den USA und der EU erwähnt.

Selenskyj hatte Verhandlungen lange abgelehnt und erklärt, Russland auf dem Schlachtfeld besiegen zu wollen. Ein Dekret aus dem Oktober 2022 schloss sogar jegliche Verhandlungen aus, solange Putin an der Macht ist.

Putin hatte Ende Januar gesagt, offen für Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zu sein. Direkte Gespräche mit Selenskyj lehnte er jedoch ab.

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, den Ukraine-Krieg unmittelbar nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus beenden zu wollen. Er äußerte sich wiederholt ablehnend über die Milliardenhilfen der USA für die Ukraine. Die Ukraine befürchtet, dass sie zu weitgehenden Zugeständnissen an Russland gezwungen sein könnte.

Trump hatte zudem am Montag gesagt, er wolle mit der Ukraine ein Abkommen aushandeln, das die Lieferung Seltener Erden aus der Ukraine an die USA festlegt im Gegenzug für "das, was wir ihnen geben". Selenskyj zeigte sie am Dienstag offen für ein Geschäft mit US-Firmen im Bereich Seltene Erden: "Wir sind offen dafür, dies mit unseren Partnern zu entwickeln, die uns helfen, unser Land zu beschützen und den Feind mit Hilfe ihrer Waffen und Sanktionspakete zurückzudrängen", sagte er.

Der Kreml wies Selenskyjs Aussage zu Gesprächen mit Putin als "leere Worte" zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Russland bleibe bereit für Gespräche, doch die Ukraine müsse den ersten Schritt machen. "Die Realität vor Ort zeigt klar, dass Kiew zuerst Offenheit und Interesse an solchen Gesprächen signalisieren muss", sagte Peskow. Dabei spielte er offenbar auf russische Gebietsgewinne in der näheren Vergangenheit an.

Indes meldete Russland am Mittwoch erneut einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Öldepot im Südwesten des Landes. Russische Soldaten hätten den Drohnenangriff in der Stadt Nowominskaja abgewehrt, bei dem Trümmer in das Öldepot gefallen seien, erklärte der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew. Im Anschluss sei ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde demnach niemand. Kiew bestätigte den Angriff. Laut dem ukrainischen Generalstab liefert das Öldepot Treibstoff für die "russische Besatzungsarmee".

Kiew hat in den vergangenen Monaten seine Luftangriffe auf russische Energie- und Militäreinrichtungen verstärkt. Die Ukraine bezeichnet dies als Reaktion auf die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur und ukrainische Städte durch Moskau.

Das russische Verteidigungsministerium verkündete die Einnahme von zwei Dörfern im Osten und Nordosten der Ukraine durch russische Truppen. Die Dörfer Nowomlyjsnk in der nordöstlichen Region Charkiw und Baraniwka im Norden der Stadt Otscheretyne seien nun unter der Kontrolle russischer Streitkräfte.

Indes meldete die Ukraine am Mittwoch eine Explosion in einem Rekrutierungszentrum in Kamjanez-Podilskyj in der westlichen Region Chmelnyzkyj. Dabei wurde laut dem Leiter der Militärverwaltung der Region, Sergiyj Tyjurin, ein Mensch getötet, vier weitere wurden verletzt.

Der Anschlag ist der neueste in einer Reihe ähnlicher Angriffe auf Rekrutierungszentren inmitten des Versuchs ukrainischer Behörden, neue Rekruten für den Kampf gegen vordringende russische Truppen zu gewinnen. Erst am vergangenen Samstag war bei einer Explosion in einem Rekrutierungszentrum in der westukrainischen Stadt Riwne ein Mensch getötet worden.

In einem anderen Fall verkündete die Polizei die Verhaftung dreier Männer, die verdächtigt werden, im Auftrag Russlands einen Bombenanschlag auf ein Rekrutierungszentrum in der zentralen Stadt Pawlohrad verübt zu haben. Die Verdächtigen wurden laut der Polizei per Messenger kontaktiert. Man habe ihnen Geld für "das Verbrechen in Pawlohrad" geboten.

J.Lubrano--PV

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