Pallade Veneta - Merz kritisiert Defizite bei Kundgebungen gegen rechts

Merz kritisiert Defizite bei Kundgebungen gegen rechts


Merz kritisiert Defizite bei Kundgebungen gegen rechts
Merz kritisiert Defizite bei Kundgebungen gegen rechts / Foto: Michael Kappeler - POOL/AFP

Der Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz (CDU), hat die Großkundgebungen gegen Rechtsextremismus kritisiert. In seinem ersten TV-Duell mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) warf der CDU-Chef den Demonstranten vor, den Opfern von Gewalttaten zugewanderter Täter zu wenig Beachtung zu schenken.

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"Mich schmerzt vor allem, dass wir in diesem Lande Demonstrationen haben, die über dieses Thema 'Kampf gegen rechts' geführt werden", sagte Merz. "Aber kaum jemand in unserem Land noch an die Opfer denkt, an die Familien denkt, und dafür vielleicht mal auf die Straße geht."

Auch an diesem Wochenende hatten in zahlreichen deutschen Städten erneut hunderttausende Menschen gegen Rechtsextremismus und eine Zusammenarbeit mit der AfD demonstriert. In München nahmen laut Polizei 250.000 Menschen an einer Großveranstaltung unter dem Motto "Demokratie braucht Dich!" teil. Die Veranstalter sprachen ihrerseits von mehr als 320.000 Menschen. Auch in anderen Städten gingen wieder zehntausende Menschen auf die Straße; ihr Protest richtete sich auch gegen die Union.

Die Union steht in der Kritik, seitdem sie in der vergangenen Woche im Bundestag eine Mehrheit für einen Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik nur mit Hilfe der AfD durchbrachte. Unions-Kanzlerkandidat Merz hatte die Unterstützung durch die in Teilen als rechtsextremistisch eingestufte Partei im Vorfeld bewusst in Kauf genommen.

Merz verteidigte seinen Kurs in der TV-Debatte. "Wir bekommen für diesen Kurs, auch für meinen Kurs, in dieser Frage eine sehr große Zustimmung in der Bevölkerung", sagte er. "Die Umfragen steigen - also, es kann nicht alles so ganz falsch gewesen sein." Zudem habe es in den vergangenen Tagen hunderte Neueintritte in die CDU gegeben.

T.Galgano--PV

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