Pallade Veneta - Zwei Ukrainer aus Nationalstolz getötet: Mordprozess gegen Russen in München begonnen

Zwei Ukrainer aus Nationalstolz getötet: Mordprozess gegen Russen in München begonnen


Zwei Ukrainer aus Nationalstolz getötet: Mordprozess gegen Russen in München begonnen
Zwei Ukrainer aus Nationalstolz getötet: Mordprozess gegen Russen in München begonnen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach der Tötung zweier zur Behandlung nach Deutschland gereister ukrainischer Soldaten durch einen russischen Staatsangehörigen in einer Klinik im bayerischen Murnau hat vor dem Landgericht München II der Prozess gegen den Mann begonnen. In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung räumte der Angeklagte Iouri J. am Montag ein, für den Tod der beiden Männer verantwortlich zu sein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

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Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft dem zur Tatzeit im vergangenen April 57-Jährigen Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen vor. Er soll aus einem übersteigerten russischen Nationalismus gehandelt haben.

Die beiden getöteten 23 Jahre und 36 Jahre alten Soldaten hatten Kriegsverletzungen, die sie im Kampf für die Ukraine erlitten hatten und die im Zuge der Hilfen Deutschlands in der Unfallklinik in Murnau behandelt werden sollten. Dort war eine eigens für ukrainische Kriegsopfer gedachte Einrichtung geschaffen worden. Beide Männer hatten jeweils einen durch einen Fixateur versteiften Arm, was der Angeklagte erkannt und bewusst ausgenutzt haben soll.

Der Angeklagte und die beiden Ukrainer sollen sich lose von früheren Begegnungen gekannt haben, der Russe soll dabei vom Einsatz der Ukrainer als Soldaten im Krieg gewusst haben. Am Tattag Ende April sollen die drei Männer gemeinsam Alkohol getrunken und dabei über die Situation in der Ukraine gestritten haben.

Der Angeschuldigte habe sich als Unterstützer des russischen Angriffs dadurch in seinem Nationalstolz verletzt gefühlt und sich außerdem in seiner Feindseligkeit gegenüber den ukrainischen Soldaten bestätigt gesehen. Nach Überzeugung der Ankläger soll er sich deshalb entschlossen haben, die beiden stark alkoholisierten Ukrainer durch einen Überraschungsangriff zu töten.

Dazu habe der Mann aus seiner nahen Wohnung ein Messer mit feststehender Klinge geholt. Seinem ersten Opfer habe er dann gezielt und mehrfach wuchtig in den Hals gestochen, so dass der Mann sofort starb. Anschließend habe er auch den zweiten Mann mit gezielten und wuchtigen Messerstichen niedergestochen und so getötet.

L.Barone--PV

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