Pallade Veneta - Söder hält an Reaktivierung von Atomkraftwerken fest - Investitionen in Fusionsforschung

Söder hält an Reaktivierung von Atomkraftwerken fest - Investitionen in Fusionsforschung


Söder hält an Reaktivierung von Atomkraftwerken fest - Investitionen in Fusionsforschung
Söder hält an Reaktivierung von Atomkraftwerken fest - Investitionen in Fusionsforschung / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Reaktivierung der letzten drei abgeschalteten Atomkraftwerke in Deutschland weiterhin für möglich. In diesem und im kommenden Jahr sei dies noch machbar, sagte Söder am Dienstag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. "Wir sind dafür, die letzten drei Meiler zu reaktivieren", bekräftigte der CSU-Chef seine Forderung nach einem Comeback der Atomkraft in Deutschland.

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Söder sagte, auch die Endlagerdebatte müsse in Deutschland völlig neu geführt werden. Dabei bezog er sich auf neue Studienergebnisse, wonach sich die Strahlungsdauer von Atommüll von einer Million Jahren auf rund 800 Jahre verringern lasse. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zweifelt allerdings an der Umsetzbarkeit dieser Studienergebnisse.

Die bayerische Staatsregierung beschloss derweil Investitionen in die Erforschung der Kernfusion. Es müsse die Fusionschance genutzt werden, sagte Söder. Dies solle durch Studienlehrgänge und einen Fusionscampus geschehen. Bis zum Jahr 2028 seien für den Kompetenzaufbau an den Hochschulen Investitionen von hundert Millionen Euro geplant.

Außerdem erkläre sich Bayern bereit, einen Demonstrationsreaktor im Land zu errichten. "Wir wollen, dass wir bei der Chance dabei sind", sagte Söder. Solch ein Fusionsreaktor könne laut Experten in den 2040er Jahren bereits arbeiten. Die bayerische Landesregierung erklärte allerdings, dass eine Umsetzung nur mit Bundesmitteln gelingen könne.

E.Magrini--PV

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