Pallade Veneta - Linken-Chefin: Spitzenduo und Themenwahl sorgen für gute Umfragewerte

Linken-Chefin: Spitzenduo und Themenwahl sorgen für gute Umfragewerte


Linken-Chefin: Spitzenduo und Themenwahl sorgen für gute Umfragewerte
Linken-Chefin: Spitzenduo und Themenwahl sorgen für gute Umfragewerte / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Linken-Chefin Ines Schwerdtner führt den jüngsten Aufschwung in den Umfragen für ihre Partei auf das Spitzenduo und die Themensetzung für die Bundestagswahl zurück. Die Spitzenkandidaten Heidi Reichinnek und Jan van Aken seien sehr glaubwürdig und die Linke agiere "wieder geschlossen als Team", sagte Schwerdtner am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. "Ich glaube, das ist auch das, was die Leute merken."

Textgröße ändern:

Die Parteiführung wirke wieder "fröhlich und nach außen gewandt", sagte die Parteichefin. Außerdem hätten die Linken auf die richtigen Themen gesetzt. Die Parteimitglieder hätten an 400.000 Haustüren geklingelt und die Bürgerinnen und Bürger nach deren Problemen gefragt. "Dann haben sie uns gesagt, die hohen Mieten, die steigenden Preise. Und daran haben wir uns orientiert." Das sei das Programm der Linken und das habe offensichtlich funktioniert.

Die Linke kämpft um den Wiedereinzug in den Bundestag - Umfragen sahen die Partei zuletzt bei fünf bis sechs Prozent, womit sie sicher im Parlament wäre. Die Partei setzt zusätzlich darauf, genügend Direktmandate zu gewinnen, um trotzdem in den Bundestag einziehen zu können, sollte die Fünf-Prozent-Hürde nicht genommen werden.

Die Partei verzeichnete zudem nach der Migrationsdebatte der vergangenen Wochen einen Mitgliederrekord. Zuletzt registriere die Partei 81.210 Mitglieder, allein seit Jahresbeginn traten 23.473 Menschen der Partei bei, wie ein Sprecher am Dienstag mitgeteilt hatte.

Schwerdtner sagte zu RTL und ntv, Deutschland müsse "ein modernes Einwanderungsland werden", in dem die Menschen ab dem ersten Tag die Möglichkeit hätten, zu arbeiten. So könnten sie am besten integriert werden. Deutschland habe einen Fachkräftemangel und benötige Arbeitskräfte. "Das heißt, wir sollten doch eher eine Willkommenskultur herstellen, in der Menschen das Gefühl haben, wir können hier in Sicherheit leben, alle miteinander."

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Neuer britischer Premier Burnham möchte schriftliche Verfassung für sein Land

Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich für die Einführung einer schriftlichen Verfassung für Großbritannien ausgesprochen. Der seit zwei Wochen amtierende Premier plädierte am Sonntag für "eine neue Sammlung klarer Grundsätze darüber, wie dieses Land regiert werden sollte", und betonte die Notwendigkeit einer schriftlichen Verfassung. Großbritannien hat - anders als die meisten Länder - keinen verbindlich geltenden, aufgeschriebenen Verfassungstext.

Bas: SPD muss sich neu aufstellen und sichtbarer werden

Angesichts schwacher Umfragewerte sieht SPD-Chefin Bärbel Bas ihre Partei in einer schwierigen Lage. "Da kann keiner mit zufrieden sein. Wir müssen uns neu aufstellen", sagte Bas am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview. Zwar habe die SPD in der Koalition mit der Union auch "viel durchgesetzt", sie müsse aber gleichwohl als Partei "sichtbarer werden".

Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus

Im Iran-Krieg sind neue Angriffe der USA zunächst ausgeblieben. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe einen geplanten Angriff auf Bitten des Iran und anderer Staaten abgesagt, da sich eine neue Vereinbarung abzeichne. Teheran nannte diese Darstellung am Sonntag "nichts als eine neue Lüge" und beharrte auf der Schließung der Straße von Hormus.

Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Besserer Schutz für Minderheit angemahnt

Der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, hat größere Anstrengungen zum Schutz von Sinti und Roma in Deutschland angemahnt. Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte Brand am Sonntag im Deutschlandfunk anlässlich des europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. "Die Sinti und Roma sind Teil von Deutschland", hob der CDU-Politiker hervor.

Textgröße ändern: