Pallade Veneta - 44 Prozent der Hochschulprofessuren müssen bis 2033 neu besetzt werden

44 Prozent der Hochschulprofessuren müssen bis 2033 neu besetzt werden


44 Prozent der Hochschulprofessuren müssen bis 2033 neu besetzt werden
44 Prozent der Hochschulprofessuren müssen bis 2033 neu besetzt werden / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

44 Prozent aller Hochschulprofessuren müssen wegen des Renteneintritts der geburtenstarken Jahrgänge aus den 60er Jahren bis 2033 voraussichtlich neu besetzt werden. Zwischen 2029 und 2033 erreichen jährlich mindestens 2000 Professorinnen und Professoren das 65. Lebensjahr, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Mittwoch in Gütersloh mitteilte. 2023 gab es 43.078 dauerhaft beschäftigte hauptberufliche Professorinnen und Professoren unter 65 Jahren.

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Bis 2033 werden rund 44 Prozent diese Altersgrenze erreicht haben. "Dieser Generationenwechsel mit den entsprechenden Ausschreibungen und Auswahlverfahren kostet Zeit und Geld", erklärte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. Personelle Umbrüche dürften nicht für Sparprogramme herhalten. Ziegele rief die Politik und die Hochschulen dazu auf, den demografischen Wandel gut vorzubereiten und strategisch zu nutzen.

Auf Ebene der Hochschultypen und Fächergruppen gibt es teils erhebliche Unterschiede. Der Anteil der Professorinnen und Professoren, die bis 2033 voraussichtlich 65 Jahre alt werden, ist mit 55 Prozent bei Pädagogischen Hochschulen am höchsten. Private Fachhochschulen kommen hingegen auf einen Anteil von 34 Prozent.

Auch an vielen Kunst-und Musikhochschulen stehe mittelfristig ein Generationenwechsel an. Die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit Standorten in Nordrhein-Westfalen und Mannheim sowie die Hochschule für Künste Bremen sind die beiden Einrichtungen mit der höchsten Quote an Professorinnen und Professoren, die voraussichtlich in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gehen.

Im Fachbereich Evangelische Theologie gehen bis 2033 voraussichtlich mehr als 60 Prozent in den Ruhestand. Auch in den Bereichen Kunst und Medien, Geschichte, Zahnmedizin oder Architektur müssen in den kommenden zehn Jahren zahlreiche Stellen neu besetzt werden.

"Dadurch könnten sich in bestimmten Fächern auch die Chancen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf eine akademische Karriere erhöhen", erklärte Studienleiter Marc Hüsch. Für die Hochschulen böten sich mit den Neubesetzungen strategische Entwicklungschancen.

R.Zaccone--PV

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