Pallade Veneta - Heusgen: Vance wird vermutlich US-Truppenabzug aus Europa verkünden

Heusgen: Vance wird vermutlich US-Truppenabzug aus Europa verkünden


Heusgen: Vance wird vermutlich US-Truppenabzug aus Europa verkünden
Heusgen: Vance wird vermutlich US-Truppenabzug aus Europa verkünden / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

US-Vizepräsident JD Vance wird bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSK) nach Einschätzung von Veranstaltungschef Christoph Heusgen vermutlich einen massiven Abzug von US-Truppen aus Europa verkünden. "Ich vermute, heute wird auch der amerikanische Vizepräsident verkünden, dass ein großer Teil der amerikanischen Truppen aus Europa zurückgezogen wird, dass Europa die Aufgaben übernehmen soll", sagte Heusgen am Freitag im Deutschlandfunk.

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In der Nato wird damit gerechnet, dass die USA in einem ersten Schritt Kräfte der 82. Luftlandedivision abziehen könnten. Nach Angaben aus der Allianz handelt es sich um schätzungsweise 20.000 Soldaten. US-Präsident Joe Biden hatte sie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine vor drei Jahren nach Europa verlegt. Die Gesamtzahl der US-Truppen in Europa stieg damit auf 100.000 Kräfte.

Ein Nato-Diplomat sagte, er wäre nicht überrascht, wenn Trump die Division auf ihren Heimatstützpunkt in Fort Liberty im US-Bundesstaat North Carolina zurückverlegen würde. "Wir sollten das nicht dramatisieren", sagte der Diplomat.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Donnerstag bei der Nato zu einem möglichen Rückzug konventioneller Truppen aus Europa gesagt, die USA hätten noch "keine Entscheidungen hinsichtlich der Truppenstärke getroffen". Dies müsse Trump als Oberbefehlshaber entscheiden, und damit sei erst später zu rechnen. "Wir haben in keiner Weise gesagt, dass wir unsere Verbündeten in Europa im Stich lassen", betonte Hegseth.

US-Vizepräsident Vance hält am Freitagnachmittag eine Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zuvor hatte Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) im ZDF gesagt, dass er von Vance auf der Veranstaltung eine "brutal harte Ansage" an Deutschland und Europa erwarte. "Das wird eine konfrontative Rede", sagte Merz. Er berief sich auf Angaben aus US-Kreisen. Er fügte hinzu: "Diese Sicherheitskonferenz wird uns noch lange in Erinnerung bleiben."

E.Magrini--PV

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