Pallade Veneta - Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Zwei Verletzte

Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Zwei Verletzte


Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Zwei Verletzte
Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Zwei Verletzte / Foto: IBRAHIM AMRO - AFP

Im Libanon ist bei einer Straßenblockade von Anhängern der pro-iranischen Hisbollah-Miliz ein Fahrzeug der UN-Friedenstruppe Unifil in Brand gesetzt worden. Bei dem Vorfall auf der Zufahrtsstraße zum Flughafen von Beirut am Freitagabend wurden nach Unifil-Angaben zwei Blauhelmsoldaten verletzt. Die libanesische Armee und Präsident Joseph Aoun kündigten ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an, nach Angaben von Innenminister Ahmad Al-Hadschdschar vom Samstag wurden mehr als 25 Menschen festgenommen. Die Regierung kam zu einer Krisensitzung zusammen.

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Bei Demonstrationen rund um den Flughafen sei es zu "Vandalismus und Zusammenstößen gekommen", erklärte die libanesische Armee. Dabei seien "Angehörige der Streitkräfte angegriffen und Fahrzeuge attackiert" worden. Die Armee werde hart durchgreifen, "um jegliche Verletzung der öffentlichen Ordnung zu unterbinden und Unruhestifter festzunehmen".

Nach Unifil-Angaben wurde der scheidende stellvertretende Truppenkommandeur Chok Bahadur Dhakal, ein nepalesischer Staatsbürger, verletzt. Er sei nach der Beendigung seiner Mission auf dem Heimweg gewesen. Gegenüber AFP sagte eine Unifil-Sprecherin, dass auch ein zweiter nepalesischer Blauhelmsoldat verletzt worden sei.

Die Unifil forderte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Angriffe auf Blauhelmsoldaten seien eine klare Verletzung internationalen Rechts "und können Kriegsverbrechen gleichkommen", erklärte die UN-Truppe. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die UN-Sonderkoordinatorin für den Libanon, Jeanine Hennis-Plasschaert, sprach von einer "inakzeptablen" Gewalttat.

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam verurteilte in einem Gespräch mit Hennis-Plasschaert und Unifil-Kommandeur Aroldo Lázaro den "kriminellen Angriff" auf das Schärfste. Auch Präsident Aoun verurteilte den Angriff und kündigte eine Bestrafung der Angreifer an. "Die Sicherheitskräfte werden gegenüber keiner Partei Nachsicht üben, die versucht, die Stabilität und den inneren Frieden zu stören", erklärte der libanesische Präsident.

Innenminister Al-Hadschdschar sagte nach einer Krisensitzung am Samstag, die mehr als 25 Festnahmen bedeuteten nicht, dass die Festgenommenen den Angriff verübt hätten. Die Untersuchung werde zeigen, wer verantwortlich ist.

Hisbollah-Anhänger hatten seit zwei Tagen die Zufahrtsstraße zum Flughafen von Beirut blockiert. Damit reagierten sie darauf, dass zwei iranischen Maschinen die Landeerlaubnis verweigert worden war. Israel hatte der Hisbollah mehrfach vorgeworfen, den Airport von Beirut zur Einfuhr von Waffen aus dem Iran zu nutzen.

Die vom Iran finanzierte Hisbollah hatte sich zwischen September und November vergangenen Jahres heftige Gefechte mit Israel geliefert. Die pro-iranische Miliz ging stark geschwächt aus der Konfrontation hervor, große Teilung ihrer Führungsspitze sind tot. Nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad fehlt der Hisbollah zudem ein wichtiger Unterstützer in der Region.

R.Zaccone--PV

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