Pallade Veneta - Weinautomat auf Privatgrundstück in Rheinland-Pfalz verstößt gegen Jugendschutz

Weinautomat auf Privatgrundstück in Rheinland-Pfalz verstößt gegen Jugendschutz


Weinautomat auf Privatgrundstück in Rheinland-Pfalz verstößt gegen Jugendschutz
Weinautomat auf Privatgrundstück in Rheinland-Pfalz verstößt gegen Jugendschutz / Foto: MARCO BERTORELLO - AFP/Archiv

Ein Weinautomat auf einem Privatgrundstück in Rheinland-Pfalz verstößt gegen den Jugendschutz und darf weiterhin nicht betrieben werden. Der Betrieb wurde von der Stadt Bad Kreuznach zu Recht verboten, wie das Oberverwaltungsgericht in Koblenz am Donnerstag mitteilte. Die Richter bestätigten damit ein Urteil des Verwaltungsgericht Koblenz. (Az.: 7 A 10593/24.OVG)

Textgröße ändern:

Seit Anfang 2023 hatte die Klägerin einen Automaten betrieben, in dem sie selbst erzeugten Wein zum Verkauf anbot. Der Automat steht an der Grenze eines Wohngrundstücks und ist nur von der Straße aus bedienbar. Im April 2023 ordnete die Stadt Bad Kreuznach an, den Automaten außer Betrieb zu setzen, weil er gegen das Jugendschutzgesetz verstoße.

Das Verwaltungsgericht Koblenz wies die Klage dagegen in erster Instanz ab. Es begründete das Urteil damit, dass Alkohol grundsätzlich nicht an einem Automaten in der Öffentlichkeit angeboten werden dürfe.

Das Jugendschutzgesetz sieht Ausnahmen vor, wenn der Weinautomat in einem gewerblich genutzten Raum aufgestellt wird. Hier steht er aber auf einem Privatgrundstück. Zudem muss es technische Vorkehrungen geben, damit Kinder und Jugendliche keinen Alkohol entnehmen können. Die Richter betonten die unterschiedliche Behandlung zwischen Weinautomaten und Zigarettenautomaten.

Diese Entscheidung bestätigte das Oberverwaltungsgericht nun. Die unterschiedlichen Regelungen bei Automaten mit alkoholischen Getränken und Zigarettenautomaten verstießen nicht gegen die Gleichheit vor dem Gesetz, befanden sie. Laut Gericht sind die unterschiedlichen Regeln wegen der verschiedenen Wirkweisen von Nikotin und Alkohol gerechtfertigt, auch wenn beide langfristig ähnlich gesundheitsschädigend sind.

Neben den unmittelbaren Gesundheitsgefahren durch übermäßigen Alkoholkonsum enthemme er auch unterhalb dieser Schwelle, so dass die Gefahr eigen- und fremdgefährdenden Fehlverhaltens steige. Es sei daher gerechtfertigt, dass neben einer technischen Sicherung zusätzlich ein Standort in einem gewerblich genutzten Raum erforderlich ist, um ein weiteres Kontrollelement zu haben.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen beladener Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN für den Anschlag verantwortlich.

Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil Solidarität mit Spanien gefordert. Das in Nordafrika gelegene Ceuta sei "Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung" geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden "in dem Versuch, Europa zu spalten". Deshalb stehe "die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle".

Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta

Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH dringt nach dem Ankommen zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf eine Untersuchung zum Auslöser des Geschehens. Eine "seriöse und unabhängige Untersuchung" sei nötig, um "vollständige Klarheit über die Umstände und Ursachen" zu gewinnen, erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) am Samstag. Auch müssten "Verantwortlichkeiten" festgestellt werden.

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Textgröße ändern: