Pallade Veneta - Putin: 1075 Menschen im vergangenen Jahr in Russland wegen "Terrorismus" verurteilt

Putin: 1075 Menschen im vergangenen Jahr in Russland wegen "Terrorismus" verurteilt


Putin: 1075 Menschen im vergangenen Jahr in Russland wegen "Terrorismus" verurteilt
Putin: 1075 Menschen im vergangenen Jahr in Russland wegen "Terrorismus" verurteilt / Foto: Mikhail METZEL - POOL/AFP

Russische Militärgerichte haben nach Angaben von Kreml-Chef Wladimir Putin mehr im vergangenen Jahr als tausend Menschen wegen "Terrorismus" verurteilt. "Rund 950 solcher Fälle wurden untersucht, 1075 Menschen wurden verurteilt", sagte Putin am Donnerstag in einer Rede vor hochrangigen russischen Richtern. In Russland werden regelmäßig Gegner der Offensive in der Ukraine oder gefangengenommene ukrainische Soldaten wegen Hochverrat und Terrorismus verurteilt.

Textgröße ändern:

Laut der Menschenrechtsorganisation OWD-Info wurden in Russland 1184 Menschen wegen ihres Widerstands gegen die Ukraine-Offensive strafrechtlich verfolgt. Nach Angaben der Organisation Memorial sitzen derzeit mindestens 868 Menschen aus politische Gründen in russischen Gefängnissen.

Nach dem Anschlag auf eine Konzerthalle in Moskau im März 2024 mit 145 Toten, zu dem sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte, hat Russland auch sein Vorgehen gegen mutmaßlich dschihadistische Terrorzellen verschärft.

In besetzten Gebieten im Osten der Ukraine habe Russland hundert Gerichte eingesetzt und 570 Richter berufen, erklärte Putin. "Sie sind komplett in das vereinte russische Justizsystem integriert", sagte die Vorsitzende des russischen Obersten Gerichts, Irina Podnosowa, zu Putin.

Über die von russischen Gerichten verurteilten Ukrainer in den vier von Moskau annektierten ukrainischen Regionen ist wenig bekannt. Im Jahr 2022 hatte Russland die Regionen Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja annektiert. Die Ukraine wirft Russland vor, Gegner der Besatzungskräfte in den Regionen festzunehmen.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Teilergebnisse: Pro-EU-Partei von Lettlands Regierungschef Kulbergs liegt vorn

Bei der Parlamentswahl in Lettland ist die Regierungspartei von Ministerpräsident Andris Kulbergs Teilergebnissen zufolge wie erwartet stärkste Kraft geworden - womit der Baltenstaat seinen proeuropäischen und proukrainischen Kurs fortsetzen dürfte. Kulbergs Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste erzielte nach Auszählung der Hälfte aller Wahlzettel 35,8 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission am Sonntag bekanntgab.

Wahlen in in Bosnien und Herzegowina zu zentralem Staatspräsidium und Parlamenten

In Bosnien und Herzegowina wird am Sonntag gewählt. Die Bürgerinnen und Bürger des in einen serbischen und einen kroatisch-muslimischen Teilstaat geteilten Landes bestimmen das zentrale Parlament und die beiden regionalen Parlamente neu. Auch wählen sie die Präsidenten der Teilrepubliken und das dreiköpfige Staatspräsidium des Zentralstaats. Die Präsidentschaft ist mit einem Kroaten, einem bosnischen Muslim und einem Serben besetzt.

Lula gegen Bolsonaro-Sohn: Brasilien wählt Präsidenten und Parlament

Brasilien wählt am Sonntag seinen Präsidenten sowie große Teile seines Parlaments. Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und sein wichtigster Herausforderer Flávio Bolsonaro liegen in den Umfragen eng beieinander. Erreicht keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet am 25. Oktober eine Stichwahl statt.

Rechtsextreme Gruppen wollen in Madrid zu Protestcamp gegen Wohnungsnot vordringen

Inmitten der seit Tagen anhaltenden Proteste gegen die Wohnungsnot in Spanien haben sich am Samstagabend Dutzende Mitglieder rechtsextremer Gruppe im Zentrum von Madrid versammelt. Einige versuchten, das auf der Plaza del Sol von Aktivisten errichtete Protestcamp zu erreichen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Einige aus der Gruppe zeigten den Hitlergruß. Die Polizei verstellte den Rechtsextremen den Weg in das Protestcamp.

Textgröße ändern: