Pallade Veneta - Weidel fordert zwei Jahre Wehrpflicht - Lindner: "gewaltiger Freiheitseingriff"

Weidel fordert zwei Jahre Wehrpflicht - Lindner: "gewaltiger Freiheitseingriff"


Weidel fordert zwei Jahre Wehrpflicht - Lindner: "gewaltiger Freiheitseingriff"
Weidel fordert zwei Jahre Wehrpflicht - Lindner: "gewaltiger Freiheitseingriff" / Foto: Fabrizio Bensch - POOL/AFP

AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel hat in der letzten großen TV-Debatte von ARD und ZDF vor der Bundestagswahl eine zweijährige Wehrpflicht in Deutschland gefordert. "Wir müssen unsere Bundeswehr auf den Prüfstand stellen, um unsere Verteidigungsfähigkeit wiederherzustellen", ergänzte Weidel dazu am Donnerstagabend in der "Schlussrunde" der Spitzenkandidierenden und anderer Parteivertreter. An Weidels Äußerung schloss sich eine hitzige Debatte über einen Wehr- oder Pflichtdienst an.

Textgröße ändern:

FDP-Spitzenkandidat Lindner warnte vor einem "gewaltigen Freiheitseingriff", den eine zweijährige Wehrpflicht für junge Menschen bedeute. Dieser halte Menschen zudem von Ausbildung und Erwerbstätigkeit ab.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte, dass junge Menschen nach der Schulzeit ein Jahr lang zu einer Dienstpflicht herangezogen werden. Es brauche aber dabei "so viele Optionen, dass es sogar Freude bereitet". Linnemann nannte etwa das Technische Hilfswerk (THW) und die Feuerwehr als Alternativen zum klassischen Bundeswehr-Dienst. Die Dienstpflicht sei "für den Zusammenhalt in der Gesellschaft essenziell". Dafür brauche es aber "einen gesellschaftlichen Konsens in Deutschland".

Grünen-Außenministerin Annalena Baerbock äußerte "große Sympathien für ein freiwilliges Deutschlandjahr, um den Zusammenhalt in Deutschland zu sichern". Dieses müsse aber für alle möglich sein, etwa auch für ältere Arbeitnehmer, die ein Sabbatjahr planen.

Der Linken-Spitzenkandidat Jan van Aken kritisierte "diese ganze Pflichtjahr-Debatte" als "verlogen". Viele junge Menschen wollten jetzt schon ein freiwilliges soziales Jahr machen, doch die staatlichen Gelder reichten dafür nicht aus. BSW-Chefin Sahra Wagenknecht nannte im Zusammenhang mit der Wehrpflicht die "Kriegstüchtigkeits-Debatte" als "Wahnsinn".

Y.Destro--PV

Empfohlen

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen beladener Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN für den Anschlag verantwortlich.

Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil Solidarität mit Spanien gefordert. Das in Nordafrika gelegene Ceuta sei "Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung" geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden "in dem Versuch, Europa zu spalten". Deshalb stehe "die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle".

Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta

Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH dringt nach dem Ankommen zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf eine Untersuchung zum Auslöser des Geschehens. Eine "seriöse und unabhängige Untersuchung" sei nötig, um "vollständige Klarheit über die Umstände und Ursachen" zu gewinnen, erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) am Samstag. Auch müssten "Verantwortlichkeiten" festgestellt werden.

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Textgröße ändern: