Pallade Veneta - Kibbuz Nir Oz bestätigt Tod von Shiri Bibas in Hamas-Geiselhaft

Kibbuz Nir Oz bestätigt Tod von Shiri Bibas in Hamas-Geiselhaft


Kibbuz Nir Oz bestätigt Tod von Shiri Bibas in Hamas-Geiselhaft
Kibbuz Nir Oz bestätigt Tod von Shiri Bibas in Hamas-Geiselhaft / Foto: - - AFP

Nach der Übergabe einer weiteren Leiche aus dem Gazastreifen durch die islamistische Hamas hat der Kibbuz Nir Oz den Tod seiner Bewohnerin Shir Bibas in Hamas-Geiselhaft bestätigt. "Der Kibbuz Nir Oz gibt mit tiefem Schmerz und Trauer die Ermordung von Shiri Bibas, seligen Andenkens, bekannt, die am 7. Oktober aus ihrem Zuhause entführt und in Geiselhaft im Gazastreifen getötet wurde", teilte der Kibbuz am Samstag mit. Die junge Mutter werde "in Israel an der Seite ihrer beiden kleinen Söhne beerdigt".

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Zuvor hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bestätigt, dass es weitere menschliche Überreste an die israelischen Behörden übergeben habe. Es könne aber nicht sagen, ob es sich dabei um die Leiche von Shiri Bibas handele, erklärte das IKRK am Freitag.

Die Hamas hatte am Donnerstag vier Leichen an Israel übergeben. Der Leichnam des 83-jährigen Oded Lifshitz wurde nach der Übergabe bereits am Donnerstag identifiziert. Am Freitag bestätigte die israelische Armee dann, dass es sich bei den beiden Kinderleichen um die Brüder Kfir und Ariel Bibas handele. Die forensischen Untersuchungen ergaben demnach jedoch, dass die vierte Leiche nicht die ihrer Mutter Shiri Bibas war.

Regierungschef Benjamin Netanjahu warf der Hamas daraufhin "unvorstellbaren Zynismus" vor. Sie habe "nicht Shiri zusammen mit ihren kleinen Kindern (...) übergeben", sondern "die Leiche einer Frau aus dem Gazastreifen in den Sarg gelegt". Er beschuldigte die Hamas einer "grausamen und perversen Verletzung" des Waffenruhe-Abkommens.

Die Gewissheit über den Tod der beiden jüngsten Hamas-Geiseln und die Übergabe einer falschen Leiche hatte in Israel Entsetzen ausgelöst. Palästinensische Kämpfer hätten die Brüder Kfir und Ariel Bibas "mit bloßen Händen" getötet, sagte der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Freitag. Demnach war Ariel zum Zeitpunkt seines Todes vier Jahre und Kfir zehn Monate alt. Das Forum der Geiselfamilien bezeichnete den Tod der beiden Jungen als "barbarisch".

Die militanten Palästinenser hatten Kfir und Ariel Bibas sowie ihre Eltern Shiri und Jarden vor mehr als 16 Monaten aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt. Kfir war damals neun Monate alt, sein Bruder Ariel vier Jahre. Die Entführer hatten den Moment damals per Video festgehalten.

Die Bilder der beiden rothaarigen Jungen und ihrer verzweifelten Mutter bei der Entführung wurden in Israel zu einem Symbol für den brutalen Hamas-Angriff auf den Süden Israels vom 7. Oktober 2023. Der getrennt von seiner Familie verschleppte und im Gazastreifen festgehaltene Jarden Bibas war am 1. Februar freigelassen worden.

Die Rückführung der Leichen war Teil der ersten Phase einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die am 19. Januar in Kraft getreten war. Im Zuge der ersten Phase wurden bislang 19 lebende israelische Geiseln im Austausch gegen mehr als 1100 palästinensische Häftlinge freigelassen.

Für Samstag ist die Freilassung von sechs weiteren Menschen geplant, die am 7. Oktober von der Hamas und ihren Verbündeten in den Gazastreifen verschleppt worden waren. Nach Angaben des Forums der Geiselfamilien sollen Elija Cohen, Omer Schem Tov, Omer Wenkert, Hischam al-Sajed, Avera Mengistu und der österreichisch-israelische Doppelstaatler Tal Schoham freikommen.

L.Guglielmino--PV

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