Pallade Veneta - Habeck will im Bundestag bleiben - Mandat angenommen

Habeck will im Bundestag bleiben - Mandat angenommen


Habeck will im Bundestag bleiben - Mandat angenommen
Habeck will im Bundestag bleiben - Mandat angenommen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck hat sich nach mehrtägiger Bedenkpause zum Verbleib im Bundestag entschieden. "Ich nehme das Bundestagsmandat an", sagte Habeck in einem am Mittwochabend in sozialen Netzwerken verbreiteten Video. "Das Wahlergebnis entspricht nicht dem, wofür ich angetreten bin", sagte er. "Mir war immer klar, dass ich dafür dann auch die Verantwortung übernehmen möchte und übernehmen will."

Textgröße ändern:

Es bleibe bei seiner Ankündigung, dass er bei den Grünen keine Führungsposition mehr bekleiden wolle. "Denn es gehört ja zu einer Demokratie, dass Wahlen einen Unterschied machen", sagte Habeck. "Ich wollte immer ein Politiker sein, der nicht an der Macht klebt", fügte er hinzu. "Das heißt nicht, dass ich aufhöre, als politischer Mensch zu existieren."

Nun gehe es darum, "dass sich die Grünen, die liberalen und progressiven Kräfte in diesem Land neu aufstellen", sagte Habeck. Er bedankte sich für den Zuspruch seiner Anhängerinnen und Anhänger, den er in den Tagen seit der Wahl erhalten habe: "Ich will euch sagen: Ihr werdet weiter gebraucht! Bleibt dabei, behaltet den Mut, eure Kraft und Zuversicht. Das braucht unser Land, das braucht die Welt vielleicht mehr denn je."

Nachdem Habeck am Montag bekannt gegeben hatte, bei den Grünen vorerst keine Führungsposition mehr wahrnehmen zu wollen, war auf der Kampagnen-Plattform weact von Campact eine Petition gestartet worden. Bis Mittwoch unterzeichneten dort mehr als 300.000 Menschen den Aufruf an den Grünen-Politiker, sich nicht aus der Politik zurückzuziehen. "Hoffnungsträger" wie Habeck dürften "nicht gehen, wenn sie am meisten gebraucht werden, sondern müssen Führung und Verantwortung übernehmen", hieß es darin.

Habeck war am Sonntag über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag gewählt worden, sein Direktmandat in Flensburg hatte er verloren. Am Tag nach der Wahl hatte er noch offen gelassen, ob er sein Mandat wahrnehmen wird: "Die Antwort gebe ich, wenn wir die Gremien aufgestellt haben", antwortete er auf eine entsprechende Frage.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.

Ceuta-Krise lässt Gräben in der EU bei Migrationspolitik deutlich werden

Während sich die Lage in Ceuta nach der Ankunft zehntausender Migranten normalisiert, lassen die dramatischen Geschehnisse in der spanischen Exklave zunehmend Gräben in der EU bei der Migrationspolititik zutage treten. Die große Mehrheit der Mitgliedstaaten forderte am Samstag eine Dringlichkeitssitzung der Innenminister per Video, um "massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte" künftig zu verhindern. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez warf seinerseits einigen EU-Ländern eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor.

Infantino kippt Investoren-Plan nach Protest - Uefa entzieht Fifa-Chef dennoch Vertrauen

Fifa-Chef Gianni Infantino hat nach den heftigen Protesten seinen Plan für den Verkauf von WM-Anteilen an Investoren zurückgezogen - dennoch bleibt die Uefa auf Konfrontationskurs zu Infantino. Der europäische Fußballverband entzog dem 56-jährigen Schweizer am Samstag in einer Mitteilung das Vertrauen, kündigte eine umfassende Untersuchung an und erklärte: "Keine Option sollte ausgeschlossen werden." Infantino muss offenbar zunehmend um seine Wiederwahl an die Spitze des Weltfußballverbands fürchten.

Mindestens zehn Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die russische Armee hat Kiew erneut massiv aus der Luft angegriffen - dabei wurden nach ukrainischen Angaben in der Nacht zum Samstag mindestens zehn Menschen in der Hauptstadtregion getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Luftabwehr habe nur eine der 27 auf Kiew abgefeuerten ballistischen Raketen abfangen können. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor zurückhaltend zur möglichen Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine geäußert.

Textgröße ändern: