Pallade Veneta - Rumänien: Ermittlungen gegen rechtsradikalen Präsidentschaftskandidaten Georgescu

Rumänien: Ermittlungen gegen rechtsradikalen Präsidentschaftskandidaten Georgescu


Rumänien: Ermittlungen gegen rechtsradikalen Präsidentschaftskandidaten Georgescu
Rumänien: Ermittlungen gegen rechtsradikalen Präsidentschaftskandidaten Georgescu / Foto: Daniel MIHAILESCU - AFP/Archiv

Rund drei Monate nach der annullierten Präsidentschaftswahl in Rumänien hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den pro-russischen rechtsradikalen Kandidaten Calin Georgescu wegen Falschaussagen zur Finanzierung seines Wahlkampfs eröffnet. Die Strafverfolgungsbehörde in der Hauptstadt gab am Mittwoch die Einleitung eines Strafverfahrens bekannt, ohne Georgescu namentlich zu nennen. Aus Justizkreisen verlautete allerdings, dass es sich um ihn handle. Georgescu wurde demnach eine Meldepflicht auferlegt.

Textgröße ändern:

Wenige Stunden zuvor war Georgescu von der Polizei in Gewahrsam genommen und zum Büro des Generalstaatsanwalts gebracht worden. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen habe es auch Durchsuchungen gegeben, hieß es weiter.

Georgescu werden im Zusammenhang mit seiner Präsidentschaftskandidatur im vergangenen November zahlreiche Vergehen zur Last gelegt, darunter falsche Angaben zur Finanzierung seines Wahlkampfs und zu seinen Vermögensverhältnissen - sowie die Anstiftung zu verfassungsfeindlichen Handlungen, die Führung einer rassistischen Gruppe und das Gutheißen von Kriegsverbrechen.

Der pro-russische Politiker selbst schrieb vor seiner Vernehmung durch die Polizei, unter anderem mit erfundenen Beweisen werde "alles Mögliche getan", um ihn von einer erneuten Präsidentschaftskandidatur abzuhalten. Anhänger Georgescus versammelten sich am Mittwoch vor der Staatsanwaltschaft. Auch der Tech-Milliardär und US-Präsidentenberater Elon Musk sprach Georgescu erneut seine Unterstützung aus.

Georgescu hatte am 24. November überraschend die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Rumänien gewonnen. Das rumänische Verfassungsgericht erklärte den Wahlgang wegen des Verdachts auf Wahleinmischung Russlands Anfang Dezember jedoch für ungültig. Im Fokus steht unter anderem eine massive Kampagne im Online-Netzwerk Tiktok. Auch die EU-Kommission untersucht die Umstände der Wahl.

Der Präsident hat in Rumänien vor allem repräsentative Aufgaben, ernennt aber auch den Regierungschef. Die Präsidentenwahl soll am 4. Mai wiederholt werden. Sollte keiner der Kandidaten in der ersten Runde auf mehr als 50 Prozent der Stimmen kommen, findet am 18. Mai eine Stichwahl statt.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Nachwahlbefragungen: Pro-EU-Partei von Lettlands Regierungschef liegt vorn

Bei der Parlamentswahl in Lettland ist die Partei von Ministerpräsident Andris Kulbergs am Samstag laut Nachwahlbefragungen gestärkt worden. Demnach erzielte Kulbergs Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste 35,6 Prozent, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk LSM berichtete. Damit dürfte das baltische Land seinen proeuropäischen und proukrainischen Kurs beibehalten. Das vorläufige amtliche Ergebnis wird für Sonntag erwartet.

ALEX BODI UND BOTSCHAFTER GUM DOMINIC MATIOK DER REPUBLIK SÜDSUDAN BESPRECHEN IN BERLIN DIE MÖGLICHKEIT EINES HONORARKONSULATS IN BUKAREST

Der rumänische Unternehmer Alex Bodi (41) und der südsudanesische Botschafter Gum Dominic Matiok Matiok (60) haben am 27. September 2026 im Berliner Hotel Ritz-Carlton über die Einrichtung eines Honorarkonsulats der Republik Südsudan in Bukarest gesprochen. Zur Diskussion steht damit eine konsularische Anlaufstelle, die den Austausch zwischen beiden Ländern unterstützen könnte, wobei Bodi als Honorarkonsul vorgesehen ist.

Nach Scheitern von Wohnungspaket: Zehntausende protestieren in Spanien

Nach dem Scheitern eines Regulierungspakets gegen die Wohnungsnot im Parlament sind in Spanien erneut zehntausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich am Samstag nach Behördenangaben 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000. Auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste.

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Textgröße ändern: