Pallade Veneta - Kurdenvertretungen in Deutschland: Öcalan-Aufruf zur PKK eine Friedenschance

Kurdenvertretungen in Deutschland: Öcalan-Aufruf zur PKK eine Friedenschance


Kurdenvertretungen in Deutschland: Öcalan-Aufruf zur PKK eine Friedenschance
Kurdenvertretungen in Deutschland: Öcalan-Aufruf zur PKK eine Friedenschance / Foto: Shwan MOHAMMED - AFP

Die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) hat den Aufruf von Kurdenführer Abdullah Öcalan zur Auflösung der von ihm mitgegründeten Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und zum Gewaltverzicht begrüßt. Dieser Schritt eröffne die Möglichkeit, "den politischen Kampf für die Rechte der Kurdinnen und Kurden in Nordkurdistan auf friedliche Weise fortzuführen", hieß es in einer Erklärung der KGD am Freitag.

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Gleichzeitig wies die Organisation darauf hin, dass die Kurdenfrage mit der Niederlegung der Waffen und Auflösung der PKK nicht gelöst sei. "Sie wartet weiterhin auf eine demokratische Antwort seitens des türkischen Staates", erklärte die KGD. "Die Türkei bombardiert weiterhin die autonome Region der Kurden in Syrien, setzt demokratisch gewählte kurdische Bürgermeister ab und verhaftet Menschen, die sich für eine Lösung der Kurden-Frage einsetzen."

Der in der Türkei inhaftierte Kurdenführer Öcalan hatte seine Anhänger am Donnerstag aufgerufen, nach dem jahrzehntelangen Kampf zwischen der PKK und dem türkischen Staat ihre Waffen niederzulegen. International wurde Öcalans Aufruf begrüßt, auch von Kurden im Irak und in Syrien.

Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland bezeichnete den Aufruf als eine "Chance für Frieden und Demokratie". Der Aufruf sei "ein historischer Moment, den es von allen Seiten intensiv zu unterstützen gilt", hieß es am Donnerstagabend. "In einer von Kriegen und Krisen gezeichneten Zeit erhellt ein neuer Hoffnungsschimmer den Horizont."

Öcalan müsse nun "als Schlüsselfigur seine Führungsrolle in diesem Prozess frei ausüben können", forderte der kurdische Dachverband weiter. Dabei sei auch der türkische Staat dazu aufgerufen, "die Bindung an den Prozess deutlich zu machen". Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft müssten diese Chance "ebenfalls nutzen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden".

Am Donnerstag hatte bereits auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Öcalans Aufruf begrüßt. Die PKK sei eine in Deutschland verbotene terroristische Vereinigung und ihr Kampf habe bereits "viel zu viele Opfer gefordert", teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit. "Der Aufruf von Öcalan bietet jetzt endlich eine Chance, diesen gewaltsamen Kampf zu überwinden und zu einer dauerhaft friedlichen Entwicklung in der Kurdenfrage zu gelangen."

F.Amato--PV

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