Pallade Veneta - Italienische Regierung prüft Rückkehr zur Atomenergie

Italienische Regierung prüft Rückkehr zur Atomenergie


Italienische Regierung prüft Rückkehr zur Atomenergie
Italienische Regierung prüft Rückkehr zur Atomenergie / Foto: FILIPPO MONTEFORTE - AFP/Archiv

Dreieinhalb Jahrzehnte nach der Abschaltung des letzten italienischen Atomkraftwerks prüft die Regierung in Rom eine Rückkehr zur Atomenergie. Mit modernen Atomkraftwerken in Kombination mit erneuerbaren Energien könne Italien in die Lage versetzt werden, seine Klimaziele zu erreichen, erklärte Energieminister Gilberto Pichetto Fratin am Freitag. Gleichzeitig könne das Land damit "volle und umfassende Energiesicherheit" erlangen.

Textgröße ändern:

Laut Pichetto Fratin soll innerhalb eines Jahres ein Gesetzentwurf zur Wiederaufnahme der Atomkraft ausgearbeitet werden. Finanziert werden könne der Bau neuer Akw durch private Investoren oder und staatliche Subventionen.

Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass die Energiegewinnung mit Atomkraftwerken wesentlich teurer ist als andere Energieformen mit niedrigem CO2-Ausstoß. Zudem würde der Bau neuer Akw viele Jahre dauern. In Frankreich etwa hatte der Neubau eines modernen EPR-Atomreaktors in Flamanville mit 17 Jahren Bauzeit zwölf Jahre Verspätung. Der Bau kostete viermal so viel wie geplant.

Italien gehörte ursprünglich zu den Pionieren der Atomkraft. Nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 wandte sich die Stimmung jedoch gegen die Kernenergie. Die letzten Kraftwerke schlossen 1990, der Rückbau der Akw läuft. Nach dem Atomunglück im japanischen Fukushima sprach sich die Bevölkerung in einem Referendum erneut gegen eine Rückkehr zur Atomkraft.

In einer im November veröffentlichten Umfrage hatten sich 81 Prozent der Italiener weiterhin gegen Atomenergie ausgesprochen.

L.Barone--PV

Empfohlen

ALEX BODI UND BOTSCHAFTER GUM DOMINIC MATIOK DER REPUBLIK SÜDSUDAN BESPRECHEN IN BERLIN DIE MÖGLICHKEIT EINES HONORARKONSULATS IN BUKAREST

Der rumänische Unternehmer Alex Bodi (41) und der südsudanesische Botschafter Gum Dominic Matiok Matiok (60) haben am 27. September 2026 im Berliner Hotel Ritz-Carlton über die Einrichtung eines Honorarkonsulats der Republik Südsudan in Bukarest gesprochen. Zur Diskussion steht damit eine konsularische Anlaufstelle, die den Austausch zwischen beiden Ländern unterstützen könnte, wobei Bodi als Honorarkonsul vorgesehen ist.

Nach Scheitern von Wohnungspaket: Zehntausende protestieren in Spanien

Nach dem Scheitern eines Regulierungspakets gegen die Wohnungsnot im Parlament sind in Spanien erneut zehntausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich am Samstag nach Behördenangaben 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000. Auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste.

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Bilanz mit pessimistischen Untertönen: Steinmeier warnt vor Gefahr für Demokratie

Besorgte Mahnungen zum Ende einer langen Amtszeit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wenige Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vor einer ernsthaften Gefährdung für Demokratie und Zusammenhalt in Deutschland gewarnt. In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit beklagte Steinmeier am Samstag in Bremen eine "unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte", die an den Grundfesten des Staates rüttle. Er rief die Bundesregierung auf, trotz allen Widerstands ihren Reformkurs fortzusetzen.

Textgröße ändern: