Pallade Veneta - Zwei Verdächtige nach Serie von Brandstiftungen in Bayern ermittelt

Zwei Verdächtige nach Serie von Brandstiftungen in Bayern ermittelt


Zwei Verdächtige nach Serie von Brandstiftungen in Bayern ermittelt
Zwei Verdächtige nach Serie von Brandstiftungen in Bayern ermittelt / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Nach einer Serie von Brandstiftungen in Bayern haben die Münchner Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft nun zwei Tatverdächtige ermittelt. Diese sitzen in Untersuchungshaft, wie die Ermittler am Dienstag mitteilten - allerdings wegen eines anderen Vorwurfs, nämlich der Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittler vermuten ein extremistisches Motiv hinter den Brandanschlägen - Einzelheiten wollten sie dazu nicht mitteilen.

Textgröße ändern:

"Es wird in alle Richtungen ermittelt", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Die Serie an Brandstiftungen hält schon seit einigen Jahren an. Beschädigt wurden unter anderem Funkmasten, Bahnanlagen, Infrastruktur von Windkraft und Geothermie sowie verschiedene Fahrzeuge. Im Januar brannten mehr als 20 Polizeiautos in München. Beim Polizeipräsidium der bayerischen Landeshauptstadt wurde im August 2023 die Ermittlungsgruppe "Raute" gegründet, welche die Fälle aufklären soll.

Die Ermittler sehen nun Anhaltspunkte dafür, dass einzelnen Taten ein extremistisches Motiv zugrunde liegt. Darunter seien auch Brandstiftungen und andere Straftaten in Oberbayern. In der vergangenen Woche seien in München, im Landkreis München, in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Ebersberg sowie in Österreich insgesamt acht Wohnungen und Objekte durchsucht worden.

Dabei wurden unter anderem Handys, Computersysteme und elektronische Speichermedien beschlagnahmt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Gegen sie besteht der Anfangsverdacht der Beteiligung an einigen der Taten, wie die Ermittler mitteilten.

Parallel werde gegen die beiden bereits wegen der Gründung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Darum gab es schon Untersuchungshaftbefehle gegen sie, die nun vollzogen wurden. Die beiden Tatverdächtigen haben derzeit keinen festen Wohnsitz, wie die Ermittler ausführten. Alle weiteren Tatverdächtigen seien derzeit auf freiem Fuß.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Bilanz mit pessimistischen Untertönen: Steinmeier warnt vor Gefahr für Demokratie

Besorgte Mahnungen zum Ende einer langen Amtszeit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wenige Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vor einer ernsthaften Gefährdung für Demokratie und Zusammenhalt in Deutschland gewarnt. In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit beklagte Steinmeier am Samstag in Bremen eine "unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte", die an den Grundfesten des Staates rüttle. Er rief die Bundesregierung auf, trotz allen Widerstands ihren Reformkurs fortzusetzen.

Lettland wählt neues Parlament unter dem Eindruck russischer Bedrohung

In Lettland haben die Bürger am Samstag unter dem Eindruck der russischen Bedrohung und wachsender wirtschaftlicher Sorgen ein neues Parlament gewählt. Sicherheit und Verteidigung prägten den Wahlkampf in dem baltischen Staat ebenso wie steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und Probleme im Gesundheitssystem. Die ersten Teilergebnisse wurden für Samstagabend erwartet, das vorläufige amtliche Ergebnis für Sonntag.

Grünen-Fraktionschefinnen erklären bisherige Strategie gegen AfD für gescheitert

Die Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion haben die bisherige Strategie ihrer Partei gegen die AfD für gescheitert erklärt und eine Kurskorrektur gefordert. "Alle bisherigen Versuche, der AfD etwas entgegenzusetzen, haben nicht gereicht", schrieben die Fraktionschefinnen Katharina Dröge und Britta Haßelmann in einem "Impulspapier", aus dem der "Spiegel" am Samstag zitierte. Für das Erstarken der in Teilen rechtsextremen AfD trügen alle demokratischen Parteien, auch die Grünen, Verantwortung.

Textgröße ändern: