Pallade Veneta - Peking zahlt Geldprämien für Informationen zur Bedrohung der "nationalen Sicherheit"

Peking zahlt Geldprämien für Informationen zur Bedrohung der "nationalen Sicherheit"


Peking zahlt Geldprämien für Informationen zur Bedrohung der "nationalen Sicherheit"
Peking zahlt Geldprämien für Informationen zur Bedrohung der "nationalen Sicherheit" / Foto: LEO RAMIREZ - AFP/Archiv

China will seine Bürger für Informationen zur Bedrohung der "nationalen Sicherheit" mit bis zu 14.000 Euro belohnen. Je nachdem, welche Rolle sie bei der Aufdeckung von "Handlungen, die die nationale Sicherheit gefährden" spielen, sollen Bürger bis zu 100.000 Yuan bekommen, berichteten staatliche Medien. Auch eine Belohnung in Form einer Auszeichnung sei möglich.

Textgröße ändern:

Die chinesische Regierung bietet seit Jahren Geldprämien für Informationen über Sicherheitsverstöße an. Die neue Richtlinie, die diese Woche vom Ministerium für Staatssicherheit herausgegeben wurde, soll diese Praxis standardisieren, berichtete die staatliche Zeitung "Legal Daily".

Die Maßnahme sei "förderlich, um den Enthusiasmus der Öffentlichkeit zur Unterstützung und Hilfe bei der Arbeit für die nationale Sicherheit zu mobilisieren", sagte ein Vertreter des Ministeriums der "Legal Daily". Peking hat die Öffentlichkeit zunehmend zur Wachsamkeit gegenüber vermeintlichen Verstößen gegen die nationale Sicherheit ermutigt. Auch Kindern wurde beigebracht, nach vermeintlichen Bedrohungen für das Land Ausschau zu halten.

Der staatliche Fernsehsender CCTV veröffentlichte im April eine Reihe von Infografiken, in denen die Leser aufgefordert wurden, vor Spionen in ihrer Mitte auf der Hut zu sein. Es wurden die "acht Gesichter der Spionage" beschrieben, darunter Menschen, die sich als Liebespartner und Pflanzenliebhaber ausgeben.

China hat die nationale Sicherheit auch als Rechtfertigung für die Festnahme ausländischer Staatsangehöriger in Zeiten diplomatischer Spannungen mit den jeweiligen Heimatländern der Inhaftierten benutzt. So wurde die australische Journalistin Cheng Lei 2020 wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die nationale Sicherheit inhaftiert und könnte mit lebenslanger Haft bestraft werden.

Der Zeitpunkt ihrer Verhaftung und die Unklarheit über die gegen sie erhobenen Vorwürfe führten zu Spekulationen, dass der Fall politisch motiviert war. Australien warnt immer wieder vor der wachsenden Macht Chinas, insbesondere wegen der militärischen Aktionen im Pazifik.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: