Pallade Veneta - Früherer Sicherheitsberater Trumps rechnet mit Nato-Austritt der USA

Früherer Sicherheitsberater Trumps rechnet mit Nato-Austritt der USA


Früherer Sicherheitsberater Trumps rechnet mit Nato-Austritt der USA
Früherer Sicherheitsberater Trumps rechnet mit Nato-Austritt der USA / Foto: MARK WILSON - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, rechnet damit, dass die USA unter Trumps Führung aus der Nato austreten werden. Trump denke, dass die Nato so funktioniert, dass die USA Europa verteidigten, aber nichts davon haben, und dass die Europäer dafür nicht zahlten, sagte Bolton der Wochenzeitung "Die Zeit". "Er versteht nur Dollar und Cent, er versteht nicht die Idee, dass wir alle durch die Nato stärker sind."

Textgröße ändern:

Bolton war in Trumps erster Amtszeit als US-Präsident dessen Sicherheitsberater. Schon damals habe er diesem einen Nato-Austritt "immer wieder ausreden" müssen, sagte er der "Zeit". "Als ich 2018 mit ihm beim Nato-Gipfel in Brüssel war, wäre das fast passiert. Kurz vor seiner Rede rief er mich an den Tisch, an dem alle Staats- und Regierungschefs saßen, und fragte mich: 'John, sollen wir es tun?'". Damit habe Trump einen Nato-Austritt gemeint. Damals habe er den Präsidenten gedrängt, dies nicht zu tun, "aber er hat es sich seitdem in den Kopf gesetzt".

Bolton warnte in diesem Zusammenhang davor, zu viel über den Aufbau eigener europäischer Verteidigungsstrukturen zu reden. Er bezog sich dabei auf Überlegungen des mutmaßlich nächsten deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz und anderer europäischer Politikerinnen und Politiker für mehr Unabhängigkeit im Bereich Verteidigung, weil sie den USA nicht mehr vertrauten.

"Ich bin sehr besorgt, wenn ich höre, man müsste die Europäische Union zu einem neuen Militärbündnis machen", sagte dazu Bolton. "Das ist doch genau das, was Trump hören muss, um die Vereinigten Staaten da rauszuziehen." Die Europäer sollten daher vielmehr alles tun, um Trump keinen "Freibrief für den Austritt" aus der Nato zu geben.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

"Politbarometer": Mehrheit findet Kabinettsumbildung gut - AfD weiter vorne

Die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) durchgesetzte Neubesetzung von Spitzenämtern in der Bundesregierung stößt bei den Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich auf Zustimmung. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" befanden es 55 Prozent der Befragten für gut, dass in der Regierung einige Spitzenämter neu besetzt wurden. Unter den Anhängern aller Parteien mit Ausnahme der AfD gab es dafür mehrheitliche Zustimmung. 31 Prozent der Befragten gaben an, sie fänden die personellen Umbesetzungen schlecht.

Medienbericht: Trump ist "nicht sicher" über Patriot-Lizenzen für die Ukraine

US-Präsident Donald Trump ist einem Bericht der britischen "Financial Times" zufolge "nicht sicher", ob die US-Regierung der Ukraine Lizenzen für den Bau von Patriot-Luftabwehrraketen erteilen wird. "Wir prüfen das", sagte Trump der "Financial Times", wie die Tageszeitung am Donnerstag berichtete. "Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, wem wir eine Lizenz erteilen", fügte er hinzu.

Bundestagsvizepräsident Ramelow für Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat sich für die Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde ausgesprochen. "Die Debatte über die Senkung der Fünf-Prozent-Hürde ist notwendig", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). "Wenn immer mehr Wähler ihre Stimmen nicht mehr repräsentiert sehen, dann gefährdet das die Demokratie."

Spanien entsendet Soldaten in Exklave Ceuta - Italien fordert Madrids Schengen-Ausschluss

Nach der Ankunft von mehr als 1500 Migranten binnen weniger Tage in Ceuta hat Spaniens Regierung die Entsendung von Soldaten in die spanische Exklave in Nordafrika angekündigt. Die Armee werde die Guardia Civil "beim Ausüben ihrer Befugnisse" in dem an Marokko grenzenden Gebiet unterstützen, erklärte Spaniens Innenministerium, Innenminister Fernando Grande-Marlaska wollte sich am Freitag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Italien forderte angesichts der Entwicklungen den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum.

Textgröße ändern: