Pallade Veneta - Hamas veröffentlicht Video von zwei israelischen Geiseln

Hamas veröffentlicht Video von zwei israelischen Geiseln


Hamas veröffentlicht Video von zwei israelischen Geiseln
Hamas veröffentlicht Video von zwei israelischen Geiseln / Foto: Jack GUEZ - AFP

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat am Samstag ein Video mit zwei israelischen Geiseln veröffentlicht. Die beiden Männer beschreiben darin, wie sie einen angeblichen israelischen Angriff überlebt haben. Das Forum der Geiselfamilien erklärte, bei einem von ihnen handele es sich nach Angaben seiner Familie um Maxim Herkin. Die zweite Geisel wurde in israelischen Medien als der israelische Soldat Bar Kuperstein identifiziert.

Textgröße ändern:

Die beiden Männer waren am 7. Oktober 2023 von der Hamas bei deren Überfall auf das Nova-Musikfestival in Südisrael verschleppt worden.

Die mehr als zwei Minuten lange Aufnahme wurde vom bewaffneten Arm der Hamas, den Essedin-al-Kassam-Brigaden, veröffentlicht. Die beiden Geiseln sitzen nebeneinander und sprechen in die Kamera. Herkin, der auch die russische Staatsbürgerschaft hat, trägt einen Verband im Gesicht und an seiner rechten Hand. Die Nachrichtenagentur AFP konnte das Video nicht verifizieren. Unklar war auch, wann es aufgenommen wurde.

Am 19. Januar war im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft getreten, in deren Verlauf 33 Geiseln an Israel übergeben wurden. Acht von ihren waren bereits tot. Am 18. März nahm Israel dann seine Luftangriffe in dem Palästinensergebiet wieder auf und startete zudem eine neue Bodenoffensive.

Am Freitag gab Israel den Beginn eines Militäreinsatzes im Osten der Stadt Gaza bekannt. Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch angekündigt, "Schritt für Schritt den Druck" auf die Hamas zu erhöhen, um eine Freilassung der verbliebenen Geiseln zu erreichen. Die Hamas warnte hingegen, die israelischen Angriffe würden das Leben der Geiseln im Gazastreifen gefährden.

Die Hamas und mit ihr verbündete Kämpfer hatten am 7. Oktober 2023 bei einem Großangriff auf Israel rund 1200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 58 Geiseln befinden sich weiterhin in der Gewalt der Islamisten, 34 von ihnen sind nach Angaben der israelischen Armee bereits tot.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Behörden: Mindestens acht Tote in der Ukraine bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einem Angriff mit einer ballistischen Rakete in der Nähe der zentral gelegenen Stadt Krywyj Rih seien vier Erwachsene und zwei Mädchen getötet worden, erklärten die örtlichen Behörden. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. Die Behörden warnten, die Zahl der Toten könne noch steigen.

Umfrage zu Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter deutlich vor der CDU

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in der Gunst der Wähler weiterhin deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextemistisch eingestufte AfD kommt laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von infratest dimap weiter auf 41 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt nur noch auf 24 Prozent.

UN-Sicherheitsrat: Abstimmung über Guterres-Nachfolge beginnt

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beginnt am Donnerstag der mehrstufige Auswahlprozess für den Posten des UN-Generalsekretärs. Vier Frauen und drei Männer bewerben sich um die Nachfolge des Portugiesen António Guterres, der den Spitzenposten nach zehn Jahren abgibt. Die Abstimmungen im UN-Sicherheitsrat erfolgen geheim und traditionell in mehreren Runden. Vetomächte wie die USA, China und Russland können Bewerber blockieren.

Wegen Protesten in Bolivien: Haftbefehl gegen Ex-Staatschef Morales erlassen

Wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in die gewaltsamen Proteste in Bolivien ist gegen Ex-Staatschef Evo Morales Haftbefehl erlassen worden. Hintergrund sei eine Anzeige gegen den früheren Präsidenten wegen "bewaffneten Aufstands und "Terrorismus'", teilte am Mittwoch Generalstaatsanwalt Roger Mariaca mit. Diese Anzeige war ursprünglich von einem rechten Bündnis aus Vertretern der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft erstattet worden, sie wird inzwischen auch von einem Teil der jetzigen Regierung unterstützt.

Textgröße ändern: