Pallade Veneta - Pistorius: Keine Beschwerden über deutsche Waffen in der Ukraine bekannt

Pistorius: Keine Beschwerden über deutsche Waffen in der Ukraine bekannt


Pistorius: Keine Beschwerden über deutsche Waffen in der Ukraine bekannt
Pistorius: Keine Beschwerden über deutsche Waffen in der Ukraine bekannt / Foto: Daniel Bockwoldt - AFP/Archiv

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich angesichts von Medienberichten über Probleme mit deutschen Waffen in der Ukraine überrascht gezeigt. "Die Berichte habe ich mit Erstaunen zur Kenntnis genommen", sagte Pistorius am Rande des Treffens der Verteidigungsminister der Ukraine-Kontaktgruppe am Freitag in Brüssel. Er sei in "regelmäßigem Austausch mit unseren ukrainischen Partnern und Meldungen wie diese oder Beschwerden über unser Material sind mir nicht bekannt geworden", fügte er hinzu.

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NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" hatten am Donnerstag über ein internes Bundeswehrpapier berichtet, demzufolge die ukrainische Armee große Probleme mit deutschem Kriegsgerät habe. "Uneingeschränkt kriegstauglich ist kaum ein deutsches Großgerät", wurde dabei ein deutscher Militärattaché in Kiew zitiert. So bestünden Problemen mit der deutschen Panzerhaubitze 2000, anderes Gerät sei aufwendig in der Reparatur oder es fehle an Munition, wie etwa beim Luftverteidigungssystem Iris-T.

Pistorius räumte ein, es könne immer "ein einzelnes Gerät ausfallen oder nach drei Jahren Kampfeinsatz nicht mehr die Funktionalität aufweisen". Er wolle die Berichte "nicht bewerten", werde darüber aber mit seinem ukrainischen Kollegen Rustem Umerow "aber ganz sicher reden".

Deutschland hat nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bisher Militärhilfen in Höhe von etwa 28 Milliarden Euro für die Unterstützung der Ukraine zur Verfügung, beziehungsweise für die kommenden Jahre bereitgestellt. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat Deutschland demnach Material aus Beständen der Bundeswehr mit einem geschätzten Wiederbeschaffungswert von etwa 5,2 Milliarden Euro an die Ukraine abgegeben. Am Freitag kündigte Pistorius ein weiteres Waffenpaket an, in dem unter anderem vier weitere Iris-T-Systeme mit 300 Lenkflugkörpern enthalten sind.

A.Saggese--PV

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