Pallade Veneta - USA und Iran wollen Atomgespräche fortsetzen

USA und Iran wollen Atomgespräche fortsetzen


USA und Iran wollen Atomgespräche fortsetzen
USA und Iran wollen Atomgespräche fortsetzen / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Der Iran und die USA haben bei der zweiten Runde ihrer Atomgespräche in Rom nach übereinstimmenden Angaben Fortschritte erzielt und weitere Gespräche vereinbart. In US-Regierungskreisen war am Samstag von "sehr guten Fortschritten" die Rede. Irans Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete die Gespräche in der Botschaft des Oman als ein "gutes Treffen", das Fortschritte gebracht habe. Die Gespräche sollen kommende Woche fortgesetzt werden.

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"Wir haben sehr guten Fortschritt in unseren direkten und indirekten Diskussionen erzielt", verlautete nach Ende der vom Golfstaat Oman vermittelten Gespräche in der italienischen Hauptstadt aus US-Regierungskreisen. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, ihre Gespräche in der kommenden Woche fortzusetzen.

Die Gespräche dauerten rund vier Stunden. Iranische Medien bezeichneten die Atmosphäre als "konstruktiv". Angeführt wurden die Gespräche für die iranische Seite von Außenminister Araghtschi, von US-Seite vom Sondergesandten Steve Witkoff. "Dieses Mal ist es uns gelungen, ein besseres Verständnis über eine Reihe von Grundsätzen und Zielen zu erreichen", sagte Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen. Der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass das Atomprogramm das einzige Thema gewesen sei.

Ein iranischer Außenamtssprecher erklärte, die Delegationen hätten sich in zwei verschiedenen Räumen in der Residenz des Botschafters des Oman aufgehalten. Der Außenminister des Golfstaates, Badr Albusaidi, habe die Botschaften übermittelt. Teheran und Washington unterhalten seit kurz nach der Islamischen Revolution 1979 im Iran keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Nach Angaben eines iranischen Außenamtssprechers sollen die indirekten Gespräche auf einer "technischen Ebene" über die nächsten Tage fortgesetzt werden. Am kommenden Samstag würden sie auf der Ebene zweier hochrangiger Unterhändler fortgesetzt. Die dritte Gesprächsrunde soll demnach im Oman stattfinden. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte ein weiteres Treffen in der kommenden Woche, nannte jedoch weder ein konkretes Datum noch einen Ort.

In Omans Hauptstadt Maskat war vor einer Woche bereits die erste Runde der Gespräche abgehalten worden. Im Anschluss hatten beide Seiten von "konstruktiven" Gesprächen gesprochen.

Vom Vermittler Oman hieß es nun nach der zweiten Runde der Gespräche, die USA und der Iran strebten eine Vereinbarung an, die garantiere, dass Teheran keine Atomwaffen besitze. Beide Seiten hätten vereinbart, "in die nächste Phase ihrer Gespräche einzutreten", die auf den Abschluss eines "fairen, dauerhaften und verbindlichen Abkommens" abzielten, erklärte das Außenministerium des Oman. Dieses solle sicherstellen, dass der Iran frei von Atomwaffen und Sanktionen sei. Zudem solle es die Fähigkeit des Iran zur Entwicklung ziviler Atomkraft gewährleisten.

Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, an Atomwaffen zu bauen, was Teheran bestreitet. 2015 hatte der Iran ein internationales Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah.

Während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump zogen sich die Vereinigten Staaten jedoch 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen gegen den Iran. Daraufhin zog sich Teheran schrittweise von seinen in dem Abkommen festgehaltenen Verpflichtungen zurück und fuhr die Anreicherung von Uran hoch.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus dringt Trump auf eine neue Vereinbarung. Er droht dem Iran zugleich für den Fall eines Scheiterns der Gespräche mit einem militärischen Vorgehen.

P.Colombo--PV

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