Pallade Veneta - Selenskyj will auch die Krim zurückerobern

Selenskyj will auch die Krim zurückerobern


Selenskyj will auch die Krim zurückerobern
Selenskyj will auch die Krim zurückerobern / Foto: ARIS MESSINIS - AFP

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj will nach eigenen Angaben auch die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim zurückerobern. Wenn die ukrainische Armee entsprechende Waffen erhalte, könne sie "das Territorium befreien", sagte Selenskyj am Montagabend in seiner täglichen Video-Ansprache. Dies betreffe nicht nur die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk, sondern auch "Mariupol und die Krim".

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"Wir brauchen einfach genügend Waffen, um das alles sicherzustellen", sagte der ukrainische Präsident. "Unsere Partner haben diese." Die gegenwärtige Schlacht um Sjewjerodonezk beschrieb Selenskyj als "einfach schreckenerregend". Auf ukrainischer Seite gebe es sehr viele Opfer. Daher müsse der Westen seine Waffenlieferungen beschleunigen. "Nur eine moderne Artillerie stellt unseren Vorteil sicher", betonte Selenskyj.

Präsidentenberater Mychailo Podoljak listete am Montag Rüstungsgüter auf, die die ukrainische Armee benötige. Dazu zählten hunderte Haubitzen, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge. "Um es direkt zu sagen - um diesen Krieg zu beenden, brauchen wir schwere Waffen", schrieb Podoljak im Onlinedienst Twitter.

Der Regionalgouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, sagte am Montag dem Sender Radio Free Europe, die russische Armee habe die ukrainischen Truppen aus dem Zentrum von Sjewjerodonezk zurückgedrängt. "Sie haben alle Brücken zerstört, und in die Stadt zu kommen, ist nicht mehr möglich", schilderte Hajdaj die Lage. "Evakuierungen sind auch nicht möglich."

Die russische Armee kontrolliert nach Angaben des Gouverneurs 70 bis 80 Prozent der strategisch wichtigen Stadt. Sjewjerodonezk sei aber weder eingenommen noch eingekesselt, versicherte Hajdaj.

Eduard Basurin, ein Vertreter der pro-russischen Separatisten in Luhansk, sagte angesichts des Vorrückens der russischen Armee, die ukrainischen Truppen in der Region hätten nur zwei Möglichkeiten: "sich zu ergeben oder zu sterben".

Eine Eroberung von Sjewjerodonezk würde der russischen Armee den Weg nach Slowjansk und in die Großstadt Kramatorsk öffnen. Russland will den gesamten Donbass unter seine Kontrolle bringen.

P.Colombo--PV

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